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Handball: Die Sensation lag in der Luft

Handball : Die Sensation lag in der Luft

Die SG Dülken unterliegt nach einer engagierten Vorstellung nur 27:29 bei der DJK Adler Königshof. Der TV Lobberich kämpft mit personellen Problemen und verliert 29:37 gegen den Neusser HV.

Die DJK Adler Königshof scheint der SG Dülken zu liegen. Seit Jahren liefert die SG gegen den im Grunde immer übermächtig erscheinenden Gegner große Spiele ab und das war auch am Samstag so. Doch zur Sensation reichte es nicht. Die SG Dülken verlor 27:29 beim Tabellenführer der Oberliga. Nach dieser Niederlage und dem Sieg von Jahn Hiesfeld gegen Dinslaken steht Dülken wieder auf einem Abstiegsplatz. Dort ist auch der TV Lobberich seit langem zu Hause. Die Lobberich mussten sich 29:37 gegen den Tabellenzweiten, den Neusser HV, geschlagen geben.

Die Enttäuschung im Dülkener Lager war riesengroß. "Fast hätten wir es gepackt. Wir waren eigentlich bis zum Schluss dran", sagte Abteilungsleiter André Hermkens. In der ziemlich ausgeglichenen Partie hatten die Gastgeber in der Regel ganz knapp die Nase vorn. Das lag zum einen an Tim Christall. Der Linkshänder traf aus dem Rückraum in schöner Regelmäßigkeit. Ihn bekam die SG nicht in den Griff, vielleicht, weil der Mannschaft selbst der Linkshänder fehlt und man diese Bewegungsabläufe nicht trainieren kann. Zum anderen traf Fabian Bednarzik ziemlich souverän vom Siebenmeterpunkt.

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Dennoch ließen die Dülkener die Königshofer nicht mehr als drei Tore enteilen. Daran hatte die Abwehr den maßgeblichen Anteil. Die Dülkener kämpften mit großem Einsatz und vieles von dem, was durch die Abwehr kam, fischte Sven Plath heraus. Der Torhüter der Dülkener war einer der Garanten für das knappe Ergebnis. Ein anderer war Pascal Mertens, der sich im Rückraum der Dülkener immer besser zurechtfindet. "Natürlich sind wir enttäuscht, denn die Mannschaft hat eine fantastische Leistung geboten. Trotzdem stehen wir mit leeren Händen da. Aber wenn wir das gegen andere Gegner abrufen können, ist mir nicht bange. Das macht Hoffnung", sagte Hermkens.

Bei TV Lobberich schwindet die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter. Die gewünschten Verstärkungen ließen sich bislang nicht realisieren. Verletzungen und berufliche Verpflichtungen schwächen die Lobbericher zusätzlich. Beim 29:37 gegen den Neusser HV standen mit Andreas Schönkes, Dennis Föhles, Felix Rietzler und Tobias Liedtke nur noch vier Feldspieler im Team, die auch zu Saisonbeginn zum Kader gehörten. Drei A-Jugendliche sowie Dirk Sartingen sorgten dafür, dass der TV acht Feldspieler aufbieten konnte. Tom Thelen musste aus beruflichen Gründen passen. Sebastian Küpper wird in dieser Saison nicht mehr spielen können. Robert Hanka gönnte Trainer Jurek Tomasik aufgrund von Schulterproblemen eine Pause. "Dafür, dass wir nur acht waren, haben wir das gut gemacht", sagte Tomasik.

(wiwo)