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Handball: Lobberich wird bitter bestraft

Handball : Lobberich wird bitter bestraft

Frauenhandball René Baude steht kurz vor der Verzweiflung. "Die ganze Woche haben wir im Training Aktionen gegen eine offene Deckung geübt und dann dauert es im Spiel so lange, bis wir das umsetzen können. Aber so viel Zeit haben wir in der Dritten Liga nicht", sagte der Trainer. Der TV Lobberich unterlag beim TV Beyeröhde 27:34 und bleibt mit nur einem Sieg am Tabellenende. Da mit Verl einer der Konkurrenten im Abstiegskampf gewonnen hat, wird es immer schwieriger, den Abstieg noch zu vermeiden.

In Beyeröhde präsentierte sich der TV so wie schon so oft in dieser Saison. Die Mannschaft machte zu viele Fehler. Vor allem im Aufbauspiel gegen die sehr offensive 3-2-1-Abwehr von Beyeröhde. Und dann kam es so wie es kommen musste. Lobberich lag zur Pause 11:19 hinten. 15 Gegentore davon resultierten aus Pass- und Fangfehlern der Lobbericher, die Beyeröhde mit einem Gegenstoß-Tor bestrafte. "Wir haben Beyeröhde so die Vorlage für den Sieg geliefert", sagte Baude.

Anderes Gesicht nach der Pause

In der zweiten Hälfte, als das Spiel eigentlich schon verloren war, zeigte Lobberich ein anderes Gesicht. Die Mannschaft kämpfte, machte weniger Fehler, kam über den Kreis zum Zug und holte auf. Bis zum 25:28. Als dann einige Minuten nicht mehr viel gelang, nahm Baude eine Auszeit, die aber offensichtlich nicht seiner Mannschaft, sondern Beyeröhde half. Lobberich schaffte es nicht, die Vorgaben konsequent umzusetzen. Stattdessen entschied Beyeröhde das Spiel mit den Toren zum 32:25.

Baude machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Wir schlagen uns selber. Wenn wir mit einer Aktion Erfolg haben, sind wir nicht in der Lage, das im nächsten Angriff noch mal zu machen, dabei müsste unseren eher kleinen Spielerinnen eine solch offensive Abwehr eigentlich liegen. In dieser Liga muss man die erfolgreichen Dinge immer wieder versuchen, so lange machen bis der Gegner reagiert." Die Aufholjagd der zweiten Hälfte hat allerdings ihren Tribut gefordert. Jessica Clement erlitt eine Handverletzung. Trotzdem spielte sie bis zum Ende durch. Im Nachgang entpuppte sich jedoch als Bruch eines Mittelhandknochens. Die Kreisläuferin trägt bereits Gips. Über eine eventuelle Operation wird noch beraten. Miriam Schmitz verletzte sich ebenso wie die in der Abwehr starke Melanie Baude. Sie kann aufgrund von Hüftproblemen nicht gehen. "So war es dann ein ganz bitterer Abend", sagte Baude.

Die Tore für den TV Lobberich warfen Alexandra Urban (8/6), Silva Goebel (7), Jessica Clement (4), Melanie Baude (3), Simone Schulz (2), Lena Beckers und Lea Krause.

(RP)