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Handball: Urbanovas Tore reichen nicht

Handball : Urbanovas Tore reichen nicht

Die neue Spielerin des TV Lobberich erzielte allein neun Treffer und verhalf dem Spiel des Frauen-Drittligisten zu einer neuen Qualität. Doch alte Fehler und mangelndes Selbstbewusstsein verhinderten den Sieg gegen Trier.

Frauenhandball Hätte, wäre, wenn zählt nicht. Am Ende stand der TV Lobberich nach einem durchweg guten Spiel wieder mit leeren Händen da. Der Drittligist unterlag der DJK MJC Trier II 25:27 (17:13) und bleibt am Tabellenende stehen. Dabei gelang den Gästen die erste Führung erst beim 24:23.

Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Sollte tatsächlich eine Alexandra Urbanova ausreichen, um Lobberich in der Dritten Liga zum Sieg zu verhelfen? Lange Zeit schien es so. Lobberich spielte die stärkste erste Hälfte seit langem führte nach einem brillanten Gegenstoß von Susan Close und Lea Krause 16:10. So etwas gab es lange nicht mehr. Die Mannschaft strotzte vor Selbstvertrauen. Die Spielerinnen spielten Pässe, die sie sich bislang nicht gewagt hatten und der Mut wurde belohnt. Die Zuschauer in der vollbesetzen Halle ließen sich mitreißen und feuerten ihr Team pausenlos an.

Natürlich war aber nicht alles Gold, was glänzte. Die Fehlerquote war nach wie vor hoch, doch Trier machte es in der ersten Hälfte eben nicht besser. Das allerdings sollte sich nach der Pause ändern. Triers Torfrauen steigerten sich merklich und Lobberich begann zu schwimmen. Das Team vergab reihenweise allerbeste Chancen, vor allem beim Gegenstoß und von den Außenpositionen. "Die Wurfeffektivität von Außen fehlte. Ich denke, dass wir von da sicher eine zweistellige Fehlerquote hatten", bemerkte Trainer René Baude. Beim 19:16 leistete sich der TV gleich vier Fehler in Serie. Die Folge war das 19:18.

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Nur Alexandra Urbanova traf. Die lange Slowakin, die insgesamt neun Tore warf, erzielte die ersten fünf Lobbericher Tore in der zweiten Hälfte bis zum 22:20. Der Neuzugang beschäftigte die gegnerische Abwehr fast alleine. Mit ihrem Stellungsspiel in der Abwehr, ihrem Auge, der Wurfkraft und dem Armzug lieferte sie Anschauungsunterricht für die vielen Nachwuchspielerinnen und -spieler auf der Tribüne.

Aber angesichts der Fehler reichte eine Alexandra Urbanova eben doch nicht alleine. Beim 22:22 kassierte Silva Goebel eine Zeitstrafe. Trier legte mit dem 24:23 die erste Führung vor. Auch in Überzahl schaffte es Lobberich in den letzten Minuten nicht mehr, das Spiel zu drehen. "Schade. Das Pech verfolgt uns. Warum können bei uns die entscheidenden Bälle nicht auch mal reingehen? Aber es ist eben doch noch ein Unterschied. Die Trierer haben im Spiel auf unsere Spielweise reagiert. Wir haben bei Veränderungen von denen Fehler gemacht, obwohl wir genau abgesprochen haben, wer was kann", sagte Baude.

Die weiteren Lobbericher Tore warfen Schulz (5), Baude (4), Goebel (2), Hoelters (2), Krause (2) und Beckers.

(RP)