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Handball: Dülken glaubt wieder an sich

Handball : Dülken glaubt wieder an sich

Die Handballer der SG siegen 30:26 im Oberliga-Derby gegen Lobberich. Damit dürfen sie auf den Verbleib in der Oberliga hoffen. Der TVL muss sich indessen wohl mit dem sofortigen Wiederabstieg vertraut machen.

Handball Dülkens Handballer tanzten ausgelassen im Kreis. Der 30:26 (16:15) gegen den TV Lobberich lässt die Zuversicht und den Glauben an den Verbleib in der Oberliga leben, während die Lobbericher sich nun wohl schon mit dem direkten Wiederabstieg in die Verbandsliga vertraut machen müssen. Der Aufsteiger weist acht Punkte Rückstand auf die SG Dülken auf, die dank dieses Erfolges auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz kletterte. Die Lobbericher müssten mehr als die Hälfte der noch ausstehenden zwölf Spiele gewinnen, um noch mitsprechen zu können. Das erscheint angesichts des einen Sieges in bisher 16 Partien nicht sonderlich wahrscheinlich.

Es war ein spannendes und emotionsgeladenes Derby, in dem beide Mannschaften die Nervosität nicht ablegen konnten. Dülken erwischte den besseren Start. Und dabei glänzte einer, der sonst nicht so oft im Fokus steht: Tim Beier. Der Rechtsaußen hatte mit seinen fünf Toren wesentlichen Anteil am zwischenzeitlichen 12:7 für die SG. Doch die Lobbericher ließen sich nicht abschütteln. Begünstigt von vielen Fehlern der Dülkener und etlichen Paraden von Matti Hoffmann, dem ehemaligen Dülkener im Lobbericher Tor, kam der TV zurück und verkürzte zum 15:16 zur Pause.

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Lobberich baute im Rückraum klug auf und brachte damit immer wieder Robert Hanka (7) oder Richard Pasch (6) in Wurfposition. Die beiden Rückraumschützen trafen zum 20:18 für den TV Lobberich. Zudem vergab der TV einige gute Möglichkeiten. Dülken musste reagieren und tat das auch. Als "Indianer" störte Niklas Voß weit vor der Abwehr das Aufbauspiel der Lobbericher empfindlich. Außerdem bekamen sich Felix Rietzler und Mark Kämmerling nach einem Foul in die Haare. Die keineswegs sicheren Schiedsrichter gaben Rietzler die Rote Karte, Kämmerling kam mit einer Zeitstrafe glimpflich davon.

Für Lobberich war das vor allem in der Abwehr eine entscheidende Schwächung. Dülken wurde wieder stärker, weil Sven Plath im Tor einige Bälle wegwischte und Pascal Mertens seine Siebenmeter sicher verwandelte. Die SG drehte das Spiel über 20:20 bis zum 26:21. "Wir haben gut trainiert, waren mit viel Spaß dabei und haben ordentlich Lust bekommen. Seit mit Hendrik Nietsch ein zweiter Torhüter da ist, klappt das im Training besser", sagte Max Greven. Für den 23-Jährigen war die gute Abwehrleistung der Schlüssel zum Sieg. Nietsch durfte in den letzten beiden Minuten ran. Er ersetzt Kai Brandenburg. Der 27-jährige Keeper erlitt vor acht Wochen einen Schlaganfall und fieberte nun nach überstandener Reha auf der Tribüne mit.

(wiwo)