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Handball: Derby: Viel steht auf dem Spiel

Handball : Derby: Viel steht auf dem Spiel

SG Dülken und TV Lobberich kämpfen in der Handball-Oberliga ums Überleben. Lobberich hat zuletzt neun Spiele in Serie verloren, Dülken sechs. Spannende Frage: Präsentiert der TVL heute Abend noch eine Verstärkung?

Handball Hinter den Kulissen rumort es. Kein Wunder. Dülken und Lobberich stehen in der Oberliga auf einem Abstiegsplatz. Die Erfolge sind ganz dünn gesät. Spieler und Verantwortliche werden dünnhäutiger, Gerüchte über personelle Veränderungen schießen ins Kraut. Heute (19.15 Uhr, Ostschule) stehen sich die beiden Kontrahenten im Grenzland-Derby gegenüber. Gemessen an der Tabelle (Dülken hat als Drittletzter neun Punkte, Lobberich als Schlusslicht erst drei) und der Erfahrung, die die Dülkener in den vergangenen Jahren im Abstiegskampf der Oberliga gesammelt haben, müssten sie favorisiert sein.

Dülken bangt um die Top-Torjäger

Doch Trainer Goran Sopov registriert, dass die Niederlagen der vergangenen Wochen am Selbstvertrauen nagen; zudem bangt er um seine beiden besten Werfer: Mark Kämmerling und Moritz Krumschmidt sind verletzt. Kreisläufer Kämmerling plagen Rückenschmerzen. Da er in der letzten Saison lange aufgrund von Problemen mit dem Rücken fehlte, sind die Dülkener entsprechend vorsichtig. Moritz Krumschmidt konnte wegen Blessuren aus dem letzten Spiel in Neuss nicht trainieren.

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Außerdem weiß Sopov aus der Vergangenheit nur zu gut, dass die Spiele gegen Lobberich in der Regel bis zum Schluss spannend blieben. "Trotzdem müssen und wollen wir gewinnen. Aber das sind nur Worte, wir müssen diesen Willen auch auf dem Platz zeigen. Ohne Mark und Moritz würde das aber sehr schwer werden", sagte Sopov.

Der TV Lobberich kann eigentlich nur gewinnen. Bisher holte das Team, nicht zuletzt bedingt durch die Unruhen im Zuge der Trainerwechsels von Manfred Wählen zu Jurek Tomasik und der Abgänge von Torhüter Jost Beckert sowie George Barbee, Tobias Fuchs und Max von Almsick während der laufenden Saison, erst einen Sieg. Nachwuchsspieler wie Benedikt Liedtke oder Richard Pasch sprangen in die Bresche und liefern durchweg gute Leistungen ab. Doch der Sprung aus der A-Jugend in die Oberliga ist eben nicht so einfach zu bewältigen, zumal auch den meisten anderen Akteuren die Erfahrung in der Oberliga fehlt.

In der Besetzung der vergangenen Wochen dürften somit auch kaum noch so viele Punkte hinzukommen, dass die Mannschaft den Verbleib in der Klasse sichern könnte, denn die Fehlerquote ist durchweg zu hoch. Gegen Solingen registrierte Co-Trainer Markus Holstein 21 technische Fehler. "Und ich habe bestimmt noch ein paar vergessen", meint er. Die Suche nach Verstärkungen erweist sich als schwierig. Gleichwohl geben die Lobbericher die Hoffnung nicht auf, vielleicht schon heute im Derby neue Spieler zu präsentieren, damit die Karten neu gemischt werden.

(wiwo)