Kreis Viersen: Feuerwehrleute arbeiten grenzüberschreitend

Feuerwehr im Grenzland : Feuerwehrleute arbeiten grenzüberschreitend

Bei einem Treffen in Grefrath bearbeiteten die Retter konkrete Fallbeispiele, um im Ernstfall schneller helfen zu können.

(RP) Feuerwehr-Chefs aus den Kreisen Kleve und Viersen sowie aus den niederländischen Regionen Limburg-Noord und Gelderland haben sich zum Erfahrungsaustausch getroffen. Der Feuerwehrverband des Kreises Viersen hatte in diesem Jahr das Treffen im Eingangsgebäude des Niederrheinischen Freilichtmuseums organisiert.

Nach einem Vortrag von Ute Schürings, Dozentin für den Bereich deutsch-niederländische Kultur und Arbeitsweise, bearbeiteten die Feuerwehr-Leiter aus beiden Ländern in Workshops konkrete Fallbeispiele. Je nach Land gehen sie unterschiedlich vor, um beispielsweise einen Wohnungsbrand zu löschen. Denn dahinter stehen andere Gesetze, Arbeitsabläufe und Routinen. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei keineswegs selbstverständlich, das machte die Gesundheitsdezernentin des Kreises Viersen, Katarina Esser, bei der Begrüßung deutlich: „Hinter ihr stehen Menschen, denen das ein wichtiges Anliegen ist. So musste zum Beispiel vor vielen Jahren ein Feuerwehrmann auf die Idee kommen, ein Adapterstück zu entwickeln, mit dem man deutsche und niederländische Wasserschläuche verbinden kann.“ Esser warb dafür, die unkomplizierte Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Durch die regelmäßigen Treffen können die Feuerwehrleute den Menschen auf beiden Seiten der Grenze im Ernstfall schneller und wirksamer helfen. „Ein sehr gutes Beispiel ist der Waldbrand im Sommer dieses Jahres in Herongen. Ihn haben die Feuerwehren der Sicherheitsregion Limburg-Noord mit Unterstützung ihrer Kollegen aus den Kreisen Kleve und Viersen erfolgreich bekämpft“, zog Kreisbrandmeister Rainer Höckels Bilanz.

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