Viersen: Feuerwehrleute aus Viersen helfen sogar in Essen

Viersen : Feuerwehrleute aus Viersen helfen sogar in Essen

Nach dem Pfingstunwetter dauern die Aufräumarbeiten in Viersen weiter an. In vielen Ruhrgebietsstädten werden die Einsatzkräfte nur langsam Herr der Lage.

Die Folgen des schweren Unwetters, das am Pfingstmontag über Viersen hinweggezogen ist, werden die Einsatzkräfte aus dem Kreis noch länger beschäftigen. "Bis zum späten Dienstagabend waren die Mitarbeiter des Bauhofs permanent im Einsatz, auf sie wird auch in den kommenden Tagen noch einiges an Arbeit zukommen", berichtet Kreissprecher Axel Küppers.

Besonders die Baumbestände wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. In den kommenden Tagen werden Mitarbeiter der Stadt deswegen ausrücken, um die Bäume systematisch zu untersuchen. Äste die lose sind und abzustürzen drohen, müssen entfernt werden. "Diese Untersuchungen werden einige Tage in Anspruch nehmen", sagt Küppers. Überdies liege auf vielen Straßen noch heruntergefallenes Astwerk, das die Hilfskräfte entfernen müssen.

Im Vergleich zu anderen Städten in Nordrhein-Westfalen ist Viersen aber glimpflich davon gekommen. Schwerer traf es beispielsweise die Stadt Essen, die für die Aufräumarbeiten jetzt Hilfe anforderte, die zum Teil auch aus Viersen kam. 65 Kräfte des Feuerwehr-Kreisverbands und 30 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes machten sich gestern Morgen gegen 11 Uhr auf den Weg nach Essen, um dort Straßen von umgefallenen Bäumen zu befreien. Von den insgesamt neun Fahrzeugen kamen zwei aus Viersen, der Rest aus Krefeld und Mönchengladbach. In Essen waren die Feuerwehrleute bis etwa Mitternacht vor Ort.

Ähnlich zäh läuft es momentan für die Viersener Berufspendler. Auch am gestrigen Mittwoch fuhren kaum Züge in die Nachbarstädte. Weil immer noch Bäume auf den Strecken lagen, waren selbst große Bahnhöfe wie der Düsseldorfer Hauptbahnhof oder der in Essen nach Angaben der Bahn zeitweise vollkommen vom Zugverkehr abgeschnitten.

Die Strecke zwischen Viersen und Mönchengladbach war gestern gesperrt. Wann sie wieder befahrbar sein wird, konnte die Bahn am Abend noch nicht sagen. Hubschrauber der Bundeswehr kreisten gestern über den betroffenen Strecken, um die entstandenen Schäden aus der Luft zu begutachten. Nach Angaben der Bahn steckten gestern noch 16 Züge auf den Gleisen fest.

(RP)
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