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CDU-Politiker Mathias Funken aus Tönisvorst ist mit 91 Jahren gestorben

Tönisvorst : CDU-Politiker Mathias Funken ist gestorben

Der Tönisvorster Lokalpolitiker Mathias Funken hatte den Schalk im Nacken sitzen und das bis ins hohe Alter. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist er Anfang Mai mit 91 Jahren gestorben.

Mathias Funken ist, wie jetzt erst bekannt wurde, Anfang Mai gestorben. Der vielfach ausgezeichnet Politiker wurde 91 Jahre alt. Mathias Funken hatte den Schalk im Nacken sitzen und das bis ins hohe Alter. Bei einem Besuch der Rheinischen Post zu seinem 90. Geburtstag blickte der langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU Tönisvorst (1973-1993), Gründer der Tönisvorster Seniorenunion, Ehrenringträger und Träger des Bundesverdienstkreuzes auf sein Leben zurück. Aus der Zeit der kommunalen Neuordnung etwa berichtete er: „Damals gab es noch Landesmittel für alles Mögliche, und wir haben alles Mögliche gebaut: Straßen, Wohngebiete, Schulen, Sporthallen, Vereinsheime.“ Dass die Gemeinde dabei mehr Geld ausgab, als das Land zur Verfügung stellte, sei Kalkül gewesen: „Die Eingemeindung nach Krefeld stand an, und es war klar, dann gibt es kein Geld mehr.“ Dass es anders kam, lag wohl auch daran, dass die St. Töniser Politiker, unter ihnen Mathias Funken, den Regierungspräsidenten, der sich das Dorf vor der Eingemeindung ansah, auf großem Umweg über nicht ausgebaute Straßen zurück nach Krefeld fuhren: „Als wir in Krefeld ankamen, war er davon überzeugt, dass St. Tönis viel zu weit weg liegt und die Verbindung zu schlecht ist, als dass das Dorf eingemeindet werden könne.“ Also bildeten St. Tönis und Vorst einen Zusammenschluss von dem Funken sagte: „So kam zusammen, was nicht zusammengehörte.“

Auch privat wurde es im Hause Funken nie langweilig, denn der Verstorbene war fünffacher Vater, hatte Enkel und Urenkel. Mit seiner Frau hat er 2015 die Diamantene Hochzeit gefeiert, 2016 allerdings starb sie. Ein Verlust, der ihn bis zuletzt schmerzte.

(wic)