Solingen: Trasse nach Monaten wieder ganz nutzbar

Solingen: Trasse nach Monaten wieder ganz nutzbar

Die gute Nachricht kam direkt aus dem Rathaus. "Die Korkenziehertrasse ist wieder auf ihrer gesamten Länge benutzbar", berichtete eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Zeitung – und wusste sich in der Freude über die gute Kunde eins mit all jenen Radfahrern, Fußgängern und Inlineskatern, die gestern Nachmittag das gute Wetter gleich mal nutzten, um den neuen Asphaltbelag der beliebten Freizeitstrecke auf Herz und Nieren zu prüfen.

Arbeiten verzögerten sich

Doch obwohl die Bauarbeiten am Ende etwas früher abgeschlossen werden konnten als zuletzt geplant – immerhin war man zwischenzeitlich von einem Fertigstellungstermin erst Ende August ausgegangen –, sieht eine Punktlandung natürlich anders aus. Seit dem Herbst vergangenen Jahres hatten Bautrupps Teile der Trasse aufgerissen. Zunächst im Auftrag des Stromriesen RWE, der zwischen Rabbasol-Tunnel in Wald sowie der Wuppertaler Straße in Gräfrath seine Starkstromkabel unter der ehemaligen Eisenbahnstrecke verlegte. Ursprünglich waren hierfür 13 Wochen vorgesehen gewesen. Aber der ungewöhnlich harte Winter 2009/10 machte den Verantwortlichen schnell einen dicken Strich durch die Rechnung. "Wir mussten die Arbeiten immer wieder unterbrechen", erinnerte sich gestern Edith Feuerborn von der für die Maßnahme verantwortlichen RWE Rheinland Westfalen Netz AG an die ständigen Unterbrechungen. Und als die Kabel dann schließlich doch im April unter der Korkenziehertrasse lagen, ging es praktisch in einem im Bereich zwischen Carl-Ruß-Straße sowie Botanischem Garten weiter, wo eine Fernwärmeleitung verbuddelt wurde.

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Aber eben nicht nur das. Der ursprüngliche Terraway-Belag der Trasse hatte seit ihrer Eröffnung an einigen Stellen massiv gelitten, was dazu führte, dass man in den Baustellen-Gegenden gleich Nägel mit Köpfen machte und das schöne, jedoch leider nicht ganz alltagstaugliche Geläuf gegen einen neuen, grau gefärbten Asphalt-Bezug austauschte.

Glück für die Stadt: Zumindest in den Bereichen, in denen RWE die Korkenziehertrasse aufriss, kam das Unternehmen für die Erneuerung auf. Gleichwohl, das war es dann auch. Denn in Zukunft, so erklärte RWE-Netz-Sprecherin Feuerborn weiter, plant der Stromkonzern in Solingen keine Baumaßnahmen mehr unter der Trasse. "Die Arbeiten sind abgeschlossen", betonte sie. Und so wird man im Rathaus auch zukünftig ein besonderes Auge auf das wohl erfolgreichste Projekt der Regionale 2006 haben, da spätere Reparaturen wahrscheinlich voll zu Lasten der maroden Stadtkasse gingen. Gut nur, dass an anderen Teilen der Korkenziehertrasse der alte Terraway-Belag noch keine großen Schäden aufweist, wie die Stadtsprecherin erklärte.

(RP)