Basketball: Offensive und Defensive – beides geht nicht

Basketball : Offensive und Defensive – beides geht nicht

– VSTV Wuppertal 72:48 (41:20). Stark präsentierten sich die Solinger Basketballer in ihrer letzten Oberliga-Hinrundenpartie. Gegen die abstiegsbedrohten Wuppertaler hatte das Team von Trainer Joachim Wein nur in den ersten Minuten Probleme. Der deutliche, erwartungsgemäße Erfolg war schließlich nur Formsache.

Eine Mannschaft gegen den Tabellenvorletzten zu motivieren, fällt sicherlich nicht leicht. Joachim Wein ist dies gegen den VSTV gelungen. „Die Trainingsbeteiligung war in den vergangenen Tagen auch sehr viel besser als zuvor“, erläutert der Trainer. „Dann fällt es im Spiel natürlich leichter, unsere Leistung abzurufen.“ Zu Beginn lief das Duell allerdings noch nicht nach Plan. Nach drei Minuten lagen die Hausherren 0:6 hinten. Wein reagierte sofort, brachte Joe Tiet für Berat Aksangur als Aufbauspieler – die Solinger fingen an zu punkten.

Gut geschossen haben sie allerdings nicht, die etablierten Solinger Offensivkräfte. Benjamin Dimsic und Bastian Brangs spielten mit 15 beziehungsweise elf Punkten zwar solide, doch hochprozentig traf kein Spieler der BG. Stark verbessert zeigten sich gleichzeitig aber Frank Gellhorn und erneut Dominik Senger, der 14 Zähler markierte. „Dominik hat seine Krise überwunden“, lobt der Trainer und ergänzt schmunzelnd: „Er hat gute Entscheidungen getroffen. Ich musste ihn nur zwei Mal ermahnen.“

Die Solinger Stärke lag allerdings wiederum im defensiven Bereich. Im zweiten Viertel kassierte die Truppe lediglich sechs, in den Schlussminuten gar nur zwei Punkte. In Gefahr geriet das Team daher nicht mehr. Der knappste Vorsprung der zweiten Hälfte betrug immerhin noch 14 Zähler (51:37). „Mit unserer Verteidigung bin ich in der gesamten Saison hochzufrieden“, sagt Joachim Wein. Tatsächlich belegt das Team in dieser Disziplin die Spitzenposition der Oberliga. Mit 725 Körben kassierten die Solinger die wenigsten Körbe.

Wein bleibt Wein

Nach der Hinrunde belegt die BG damit den vierten Rang in direkter Schlagdistanz zu den Spitzenteams. „Wenn mir das jemand vor der Saison erzählt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, freut sich der Coach. Doch Wein wäre nicht Wein, wenn er nicht auch etwas zu bemängeln hätte: „Schade, dass wir nicht beides können, Offensive und Defensive. Wenn wir hinten stark sind, haben wir vorne immer zu viele Fehlwürfe.“

(RP)
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