Tennis : Testsaison in Widdert

interview Center-Court mit zwei Nebenplätzen, Fitnesscenter, zusätzliche Parkplätze – das sind die Wunschgedanken des Solinger TC, die man beim Tennis-Bundesligisten im Jahr 2007 noch nicht umsetzen wird. „Abwarten, wie sie sich alles entwickelt“, sagt der Vorsitzende Kurt-Reiner Witte.

interview Center-Court mit zwei Nebenplätzen, Fitnesscenter, zusätzliche Parkplätze – das sind die Wunschgedanken des Solinger TC, die man beim Tennis-Bundesligisten im Jahr 2007 noch nicht umsetzen wird. „Abwarten, wie sie sich alles entwickelt“, sagt der Vorsitzende Kurt-Reiner Witte.

Knapp vier Monate ist es her, dass der Solinger TC souverän den Aufstieg in die Tennis-Eliteklasse geschafft hat. Muss im Vergleich zur Zweiten Liga auf der Anlage noch etwas verändert werden?

Witte Für die kommende Saison ist das ganz einfach: Wir werden ein oder zwei Hilfstribünen errichten. Das ist das höchste der Finanzen, was wir uns erlauben können. Die Stadt Solingen und der STC sind nicht so reich, dass wir so bauen könnten, wie es sein müsste. So bleibt alles wie zuvor.

Es hat aber doch auch andere Gedanken-Modelle gegeben?

Witte Angedacht waren der Neubau eines Center-Courts mit zwei weiteren Plätzen sowie eines Fitnesscenters. Von der Idee sind wir weiterhin begeistert. Es wird aber keine Entscheidung fallen, so lange die Mannschaft nicht ihr erstes Erstliga-Jahr gespielt hat. Wir machen die berühmte Testsaison, in der wir sehen müssen, ob wir uns unter den besten zehn Mannschaften Deutschlands halten können. Wir werden bestenfalls um den Klassenerhalt, schlimmstenfalls gegen den Abstieg kämpfen. Wenn sich die Jungs aber so weiter entwickeln, wie in den vergangenen Jahren, habe ich keine Bedenken, dass sie die Liga halten werden.

Es hat viele Spekulationen gegeben, mit welchem Kader der Solinger TC antreten wird. Wird es personelle Veränderungen geben?

Witte Am heutigen Tag kann ich den Kader der Mannschaft nennen: so wie er im vergangenen Jahr gewesen ist. Nur eine einzige Frage bleibt noch unbeantwortet, das hat bei Benedikt Stronk allerdings nur mit Studiengründen zu tun. Roman Herold, der im vergangenen Jahr aufgrund seiner Ranglisten-Position eigentlich völlig verkehrt gemeldet war, hätte bei der Vierer-Regelung der Bundesliga sowieso keine Chance.

Haben Sie keinen Anlass gesehen, einen hochkarätigen Tennisprofi als Verstärkung nach Widdert zu holen?

Witte Wir gehen das Risiko ein, mit einer nahezu unveränderten Mannschaft anzutreten. Wir haben lange darüber diskutiert, und ich habe mit Spielern verhandelt. Aber wir bleiben bei unserem deutschen Konzept, fast alles andere würde automatisch zu Ausländern führen. Selbst wenn man eine Nummer 60 holt, ist das keine Garantie dafür, dass der Spieler auch alles gewinnt.

Wie passt dann die Verpflichtung von Marius Zay in das Konzept?

Witte Marius Zay ist ein Perspektivspieler, der zwei bis drei Jahre brauchen wird, um Erstliga-Niveau zu erreichen. Ich hoffe, dass er es früher schafft. Wir haben damit eine sehr starke zweite Mannschaft, die im kommenden Jahr den Sprung in die 1. Verbandsliga schaffen sollte – dafür müsste sie stark genug sein.

Das Gespräch führte Guido Radtke

(RP)
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