Bergischer Hc: Ein komplett missratener Jahresabschluss

Bergischer Hc : Ein komplett missratener Jahresabschluss

Der Bergische HC fand im letzten Spiel des Jahres gegen den VfL Gummersbach keinen Zugriff und verlor verdient mit 27:34.

Jörg Föste bringt es im Anschluss an die Partie auf den Punkt: "Wenn wir etwas Positives sehen wollen, dann, dass es auch hierfür nur zwei Minuspunkte gibt." Der Geschäftsführer des Bergischen HC bezeichnete die gestrige Vorstellung gegen den VfL Gummersbach als schlechteste Leistung in den bisherigen 20 Saisonspielen — und lag goldrichtig. Den Erstliga-Handballern gelang in der ausverkaufen Klingenhalle in der zweiten Halbzeit überhaupt nichts, während in den ersten 30 Minuten zumindest im Angriff noch ein paar gute Aktionen zu verzeichnen waren.

Dennoch legte der VfL Gummersbach den Grundstein zum Sieg vor der Pause. Der BHC bekam in der Abwehr keinen Zugriff auf die munter agierenden Gäste. Der VfL wirkte wacher, hatte auf jede Abwehraktion die perfekte Antwort und konnte auch vom Torhütergespann der Löwen nicht gestoppt werden. Barna Putics kontrollierte der BHC zwar weitestgehend, doch der überragende Christoph Schindler war nicht zu halten. Sechs seiner neun Tore erzielte der Mittelmann in der ersten Halbzeit. Zwischenzeitlich schien jeder Angriff der Gäste in einem Treffer zu gipfeln. Die Umstellung auf eine 5:1-Deckung zeigte fast keine Wirkung.

Mit einem 16:18-Rückstand waren die Löwen zur Halbzeit gut bedient. Oft war Viktor Szilágyi ein entscheidendes Tor gelungen, um sein Team im Spiel zu halten. Hätten die Löwen ihre Chancen so verwandelt wie die Gummersbacher, hätte es sogar unentschieden stehen können. Doch zwei vergebene Siebenmeter durch Christian Hoße beziehungsweise Emil Berggren sowie ein verpatzter Gegenstoß von Richard Wöss verhinderten einen ausgeglichenen Spielstand.

Wer nun gehofft hatte, der BHC würde sich aus dem Loch selbst wieder ausgraben, sah sich getäuscht. In der zweiten Hälfte blieb die Abwehr ohne Effektivität, doch nun lief es auch in der Offensive nicht. Letztlich hatte sogar Viktor Szilágyi einen gebrauchten Tag erwischt — angesichts der vielen Fehlpässe und Würfe in den Block, die dem Österreicher unterliefen. Zum Bergischen Frust kamen auch noch etwas kleinliche Pfiffe. Der nach Verletzung zurückgekehrte Kristian Nippes fing sich sogar eine Strafe wegen Meckerns ein, als die Begegnung bereits entschieden war. Unterdessen feierten die mitgereisten Fans aus Gummersbach ausgelassen mit ihrem Team. Es war zweifellos einer der übelsten Tage des Jahres für den Bergischen HC.

"Wir befinden uns im Abstiegskampf. Dafür war das in der Abwehr viel zu wenig", stellt Trainer Sebastian Hinze klar. Jörg Föste ergänzt: "Es tut mir natürlich leid für unsere Zuschauer. Aber genauso, wie wir uns zu Beginn der Saison von vier Siegen in Folge nicht haben irritieren lassen, lassen wir es auch nicht von einem solchen Spiel."

(trd)