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Bergischer Hc: Hochkaräter-Ensemble nimmt Revanche

Bergischer Hc : Hochkaräter-Ensemble nimmt Revanche

Der Bergische HC stellte den HSV Handball mit einer kompakten Abwehr lange Zeit vor Probleme. Seinen Hinspiel-Coup konnte der Aufsteiger nicht wiederholen. Die 24:29 (9:10)-Niederlage bedeutete nur ein abermals achtbares Ergebnis.

Der Bergische HC hat sich wieder einmal nur ein Lob abgeholt. "Der BHC hat sich unseren Respekt verdient – auch in diesem Spiel", gab Hamburgs Coach Martin Schwalb nach der Revanche zu. Zu Beginn der Hinrunde hatte der HSV Handball beim Aufsteiger bekanntlich eine 27:34-Niederlage kassiert, die lange Zeit für Gesprächsstoff in der Ersten Liga gesorgt hatte. Inzwischen verfügt der Champions League-Sieger über eine Mannschaft, die sich so gefestigt präsentiert, dass sie sich nicht ein zweites Mal von den Löwen vorführen ließ.

"Der BHC hat einmal mehr nachgewiesen, wie stabil er stehen kann." Martin Schwalb lobte die Abwehrarbeit des Kontrahenten und kritisierte im gleichen Atemzug seine Akteure, die die Deckung um Michael Hegemann in der ersten Halbzeit nicht genug in Bewegung gebracht haben. Die Nadelstiche setzte – zur Begeisterung der rund 500 Löwen Fans – lange Zeit der Außenseiter über Christian Hoße mit Tempogegenstößen oder Max Weiß mit sehenswerten Aktionen am Kreis. BHC-Coach Sebastian Hinze blickte zufrieden auf den Verlauf der ersten 30 Minuten zurück: "Wir haben es geschafft, die Hamburger im Positionsangriff zu halten. Hier hatten wir sie gut im Griff." Leider habe sein Team an gleicher Stelle Probleme gehabt, so dass "wir aus unserem kleinen Vorteil nichts gemacht haben". Hinze hatte nämlich das Gefühl gehabt, seine Mannschaft sei bereiter gewesen.

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Einfluss genommen haben in jedem Fall die Zwei-Minuten-Strafen gegen Fabian Gutbrod (21.) und Michael Hegemann (26.). In beiden Phasen verwandelten die Norddeutschen einen Ein-Tore-Rückstand in eine Ein-Tore-Führung, während die Bergischen keinen Treffer erzielten. "Wir waren beide Male so nah dran, uns weiter abzusetzen. Dann kam die Unterzahl, die der HSV eiskalt ausgenutzt hat." Duje Miljak bescheinigte dem Hochkaräter-Ensemble des Tabellendritten einen Vorsprung an Erfahrung, der sich auch nach dem Seitenwechsel in vielen Situationen bemerkbar gemacht habe. "Wir haben heute nicht sehr viel falsch gemacht", urteilte der Linkshänder. "Wir haben trotz des Rückstandes an unserem Spiel, an unserem Konzept festgehalten. Deswegen können wir mit breiter Brust in das kommende Heimspiel gegen den VfL Gummersbach gehen."

Ein weiterer Faktor für die 24:29 (9:10)-Niederlage waren die ausbleibenden neuen Impulse auf der Mittelposition. Viktor Szilágyi hatte in der mit 11514 Zuschauern nahezu ausverkauften O2-Arena trotz einer guten Leistung einen extrem schweren Stand. Alexander Oelze hatte die Reise aufgrund einer Einblutung im Brustmuskel nicht antreten können. "Ali fehlt uns sehr", gibt Sebastian Hinze zu. Alternativ probierte er es mit Emil Berggren und Fabian Gutbrod auf der Mittelposition. "Ich wollte einen neuen Akzent setzen, indem beide die Deckung zurück ins 6:0 drängen sollten." Vier Treffer in Folge wurden so produziert, ohne aber den zwischenzeitlich auf sechs Tore angewachsenen Rückstand reduzieren zu können. "Insgesamt war es in Ordnung", fand Sebastian Hinze. Für mehr als nur ein Lob des Trainerkollegen habe die eine oder andere überragende Leistung gefehlt.

(gra)