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Bergischer Hc: Viktor Szilágyi setzt auf den Lerneffekt

Bergischer Hc : Viktor Szilágyi setzt auf den Lerneffekt

In den jüngsten Partien gegen den THW Kiel und den HSV Handball zeigte die Formkurve des Erstligisten Bergischer HC nach oben. Nun folgt zum Jahresabschluss das Derby gegen den VfL Gummersbach in der ausverkauften Klingenhalle.

Jeder Trainer weiß, dass er mit seiner Mannschaft gegen den Bergischen HC nur dann erfolgreich sein wird, wenn sie den Wirkungskreis von Viktor Szilágyi einengt. "Im Laufe der Saison haben sich unsere Gegner immer mehr auf unser Spiel eingestellt, bei dem viele Abschlüsse über die Mitte erfolgen. Den einen gelingt es besser, den anderen weniger."

Am eigenen Leib hat der Kapitän des Erstligisten zu spüren bekommen, dass es dem HSV Handball besser gelungen ist, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Nach neun Treffern in der Heimpartie gegen den THW Kiel kam Szilágyi in Hamburg nur auf zwei Feldtore, auch seine gefürchteten Anspiele an den Kreis wurden auf ein Normalmaß reduziert. "Wir haben die Situationen nicht gut lösen können." Trotzdem glaubt der Österreicher, dass die 24:29 (9:10)-Niederlage gar nicht hätte sein müssen. "Wir haben uns für eine gute erste Halbzeit nicht belohnt. Mit einem Vier- oder Fünf-Tore-Vorsprung wäre mehr möglich gewesen."

Spätestens in der zweiten Hälfte, in der sich der Champions League-Sieger mit einer deutlichen Steigerung vom Aufsteiger abgesetzt hat, hatte sich Viktor Szilágyi Spannmann Alexander Oelze herbeigewünscht. Der aber stand wie schon eine Woche zuvor nicht zur Verfügung. "Wenn er dabei ist und man sich abwechseln kann, kann man ganz anders spielen. Das tut der ganzen Mannschaft gut." Gleiches gelte aber auch für den langzeitverletzten Kristian Nippes und dessen überraschende Aktionen.

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Die beiden jüngsten Begegnungen gegen zwei Top-Teams der Liga haben den Bergischen sichtlich gut getan — auch wenn nichts Zählbares dabei herumgekommen ist. "Man muss ehrlich sein: Die Enttäuschung ist da, aber es muss in diesen Spielen auch nicht alles hinterfragt werden." Das Team präsentierte sich insbesondere bei der Abwehrarbeit wieder als die geschlossene Einheit, die sich den Respekt der Konkurrenz und 15 Pluspunkte verdient hat. "Es ist immer einfacher, wenn man nicht unter Druck steht", sagt Viktor Szilágyi. "Gegen Lübbecke beispielsweise wollten wir alle zu viel und sind nicht in der Geschlossenheit aufgetreten, die vonnöten gewesen wäre." Der Mittelmann erhofft sich für das letzte Spiel des Jahres einen Lerneffekt: "Ein Sieg gegen den VfL Gummersbach ist eine Frage des Willens und der Bereitschaft." Ein Erfolgserlebnis wäre nicht nur gut für die Tabelle, sondern würde auch für ein gutes Gefühl sorgen, mit dem man in die sechswöchige EM-Pause gehen könnte.

Handball-Bundesliga: Bergischer HC — VfL Gummersbach (Donnerstag, 26. Dezember, 19 Uhr, Klingenhalle).

(gra)