Solingen: Hallenbad Vogelsang ein Publikumsmagnet

Wartungsarbeiten ab 9. Dezember : Hallenbad Vogelsang ein Publikumsmagnet

Wegen Kontroll- und Wartungsarbeiten bleibt das neue Schwimmbad vom 9. bis einschließlich 20. Dezember geschlossen.

Im Familienbad Vogelsang stehen die Schwimmerinnen und Schwimmer im wahrsten Sinne auf dem Trockenen. Denn vom 9. bis einschließlich Freitag, 20. Dezember, bleibt das neue Hallenbad an der Focher Straße geschlossen. Kontroll- und Wartungsarbeiten stehen in dieser Zeit auf dem Programm – „innerhalb der Gewährleistungsfrist“, sagt die Chefin der Solinger Bädergsellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer. Der notwendige Termin wurde bewusst gewählt: „In den Tagen vor Weihnachten ist zumeist weniger Betrieb in den Hallenbädern. Das kenne ich auch aus anderen Städten“, sagt die Geschäftsführerin.

Dabei freut sich Olsen-Buchkremer seit der Aufnahme des Badebetriebes am 25. März dieses Jahres über einen sehr guten Besucherzuspruch. „Durchschnittlich 380 bis 390 Besucher kommen täglich“, sagt Olsen-Buchkremer. Bis Ende Oktober zählte die Bädergesellschaft bereits 85.000 Besucher, aktuell sind es mehr als 93.000. „Wir gehen zuversichtlich davon aus, dass wir bis Silvester 100.000 Gäste im Familienbad haben“, erklärt die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft.

„Gefühlt 95 Prozent“ der Besucher des Familienbades freuen sich laut Olsen-Buchkremer über das neue Hallenbad. „Auch diejenigen, die zuvor skeptisch waren, erklären, wie schön es geworden ist.“ Über 50 Prozent der erwachsenen Besucher seien Stammgäste, und viele davon sind nach Fertigstellung des Bades zurückgekommen. „Einige davon hatten das Sportbad Klingenhalle nicht angenommen. Jetzt sind sie im neuen Bad sehr zufrieden und fühlen sich wohl“, sagt Olsen-Buchkremer, die auch die angebotene Wassergymnastik hervorhebt: „Die wird super angenommen, manchmal sind 50 Teilnehmer dabei. Das spricht auch für die Qualität der Gymnastik.“ Der Kleinkinderbereich im Hallenbad hat sich ebenfalls als Zugnummer entwickelt.

Doch in der Zeit der elftägigen Schließung ist weder Schwimmen und Plantschen, noch Wassergymnastik angesagt. Zumal alle Becken im Zuge der Kontroll- und Wartungsarbeiten geleert werden.  Einige Mängel, wie beispielsweise Pfützenbildung am Beckenrand werden nun ausgebessert. Hier stimmt das Gefälle nicht“, erklärt die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft. Auch bei den Rinnen unterhalb der Startblöcke müsse nachgebessert, hier laufe Wasser direkt in den Abfluss.

Seit der Eröffnung im März passierten bislang 93.000 Besucher das Drehkreuz im Vogelsang. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Wer in dieser Zeit dennoch seine Bahnen ziehen will, der kann das vom 9. bis 20. Dezember im Sportbad Klingenhalle tun. Öffentliche Schwimmstunden sind in diesem Bad, das überwiegend Vereinen und Schulen vorbehalten ist, samstags und sonntags von 6.30 bis 13 Uhr, mittwochs von 16 bis 21.45 Uhr und freitags von 13 bis 16 Uhr.

Mit Sorge betrachtet Kirsten Olsen-Buchkremer gleichwohl die Personalsituation. Das führte vor wenigen Tagen bereits zu Reduzierungen bei den Schwimmstunden. Vergangenen Freitag war im Vogelsang um 13 Uhr Feierabend, am Sonntag um 12 Uhr. „Die Personalsituation ist eine Herausforderung“, sagt die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft. „Es fehlt an Fachkräften für Bäderbetriebe.

Zwei neue Mitarbeiter konnten in diesem Monat allerdings eingestellt werden, eine weitere Kraft nehme im Januar ihre Arbeit auf. Grundsätzlich aber gilt laut Olsen-Buchkremer: „Wir hätten gerne noch zwei weitere ausgebildete Fachkräfte für Bäderbetriebe.“

Seit der Eröffnung des neuen Hallenbades Vogelsang in diesem Jahr reißen auch die Anfragen aus anderen Städten nicht ab. Die wollen unter anderem wissen, wie man mit neun Millionen Euro ein neues Schwimmbad bauen kann. Solingen hatte aber hier zeitliches Glück, denn mittlerweile sind die Baupreise weiter stark gestiegen.