Solingen: Neuer Kunstrasenplatz soll in Aufderhöhe entstehen

Sport in Solingen : Dringender Bedarf für 13. Kunstrasenplatz

In wenigen Tagen wird nun der Förderbescheid für den neuen Kunstrasenplatz Höher Heide II in Aufderhöhe erwartet.

Täglich könnte er jetzt eintreffen, der Förderbescheid für den neuen Kunstrasenplatz Höher Heide II in Aufderhöhe. Und das würde dann endlich den Startschuss für ein Projekt bedeuten, das sich seit April dieses Jahres hinzieht: „Am Freitag ist der Förderantrag als formeller Antrag mit den entsprechenden Unterlagen eingereicht worden“, erklärt der Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit, Horst Schulten.

Der Projektträger Jülich, der im Auftrag des Bundes Förderanträge bearbeitet und entgegennimmt, hat der Stadt Solingen im Vorfeld jedenfalls signalisiert, dass „der Förderantrag eine hohe Qualität“ hat. „Wir gehen deshalb davon aus, dass der Förderantrag kurzfristig nach Berlin geschickt und unterschrieben zu uns zurück gesendet wird“, sagt Horst Schulten. Liegt der unterschriebene Förderantrag in Solingen vor, können die nächsten Schritte für den Neubau des 13. Solinger Kunstrasenplatzes eingeleitet werden.

Denn dann kann endlich die Ausschreibung starten. „Wir gehen Schritt für Schritt vor. Läuft alles rund, starten die Bauarbeiten im Sommer 2020“, sagt der Stadtdienstleiter. Der Bau des Kunstrasenplatzes an der Höher Heide, der als Ersatz für den Platz am Hermann-Löns-Weg entsteht, wird voraussichtlich ein dreiviertel Jahr dauern. Die dazugehörigen Gebäude wie beispielsweise die Umkleiden, würden etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. „Wenn alles glatt läuft, steht der neue Kunstrasenplatz im Sommer 2021 zur Verfügung“, hofft Horst Schulten.

Zumal der 13. Platz dringend gebraucht wird. „Der Bedarf ist eindeutig da“, sagt nicht nur Horst Schulten, sondern auch der Vorsitzende des Sportausschusses, Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD). „Mit dem neuen Platz an der Höher Heide wird sich in naher Zukunft die Platzbelegung entschärfen“, betont der Vorsitzende des Sportausschusses.

Groß war die Freude im April dieses Jahres, als der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages knapp 2,1 Millionen Euro Fördermittel für den Neubau des Sportplatzes Höher Heide II in Aufderhöhe bewilligte. Doch Geld aus Berlin ist bislang nicht geflossen. Der Innenausschuss hat zwar die Mittel bewilligt und damit eine Interessensbekundung abgegeben. Solingen musste danach erst noch einen formalen Antrag an das zuständige Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung stellen, um die Fördergelder aus dem Topf des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen Sport, Jugend, Kultur“ tatsächlich zu erhalten. Das Verfahren zog beziehungsweise zieht sich in die Länge.

Jetzt hofft auch der Sportausschuss-Vorsitzende auf das baldige Eintreffen des Förderbescheides. Die Belegung des neuen Platzes will der Stadtdienst Sport und Freizeit laut Schulten zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. Grundsätzlich kämen aber all jene Vereine dort in Frage, die zuvor am Hermann-Löns-Weg gespielt haben. Sportfachliche Zielsetzung ist es auch, den DFB-Stützpunkt wieder nach Solingen zurückzuholen. Der Stützpunkt war vor Jahren schon einmal in der Klingenstadt, derzeit ist er in Baumberg. Die besten Spieler des Fußballkreises könnten hier ein Mal die Woche zusätzliches Training erhalten, das wäre für den Jugendfußball eine Bereicherung, findet der Stadtdienst Sport und Freizeit.

So lange aber der 13. Kunstrasenplatz noch nicht zur Verfügung steht, heißt es auf den anderen zwölf Fußballplätzen im Stadtgebiet zusammenzurücken. Diese Plätze sind zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen. Das wird sich ändern: Auf vier Plätzen wird der Kunstrasen im nächsten Jahr ausgetauscht, und zwar auf der Bernd-Kurzrock-Sportanlage, der Freisportanlage Baverter Straße, der Freisportanlage Weyersberg 2 und der Freisportanlage Flockertsholzer Weg.