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Solingen: Güde erfindet das Kochmesser neu

Solingen : Güde erfindet das Kochmesser neu

26 Unternehmen der Schneidwaren- und Besteckindustrie beteiligen sich von Freitag bis Dienstag nächster Woche an der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente. Zwilling lockt mit einer kulinarischen Reise durch die USA.

Daumen und Zeigefinger formen ein "U" und umfassen sicher die Klinge. Der Mittelfinger wird bequem in der fein verarbeiteten Ausbuchtung am Ende der Klinge "geparkt". So liegt der Schwerpunkt perfekt im Innern der Hand und sorgt für ermüdungsfreies Arbeiten. Kein Übergang stört, alle Linien sind fließend. Das garantiert automatisch immer die richtige Griffposition und eine angenehme Handauflage: Die Messerschmiede Güde von der Katternberger Straße hat nach eigenen Angaben mit der Neuheit "The Knife" das Kochmesser "völlig neu erfunden".

"Dank des innovativen Designs fasst der Hobby-Koch das Messer automatisch richtig an - genau so, wie es Profis üblicherweise tun, um schnell und ergonomisch zu arbeiten", sagt Dr. Peter Born, Inhaber der Manufaktur Güde, der die Produktneuheit zum Preis von 295 Euro (im Geschenkkarton mit Küchentuch) vom kommenden Freitag an auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente präsentieren wird.

"Schon auf den ersten Blick wird klar, dass ,The Knife' relativ wenig mit einem herkömmlichen Küchenmesser zu tun hat. Der vermeintlich kurze Griff und die auffällig große Klinge mit dem sehr breiten Rücken - nur bei einem geschmiedeten Messer so zu realisieren - lassen eher an ein Designobjekt denken", erklärt Born. Und sobald man einmal mit "The Knife" gearbeitet hat, weiß man, "dass es hier nicht nur um Schönheit, sondern vor allem um einzigartiges Handling geht", sagt der Güde-Chef.

Einmal mehr ist die Messe Ambiente von Freitag bis kommenden Dienstag, 17. Februar, Treffpunkt der überwiegend in Solingen ansässigen Schneidwarenbranche. Neben Güde sind weitere 25 klingenstädtische Unternehmen in der Main-Metropole, um ihre Produktneuheiten dem internationalen Fachpublikum vorzustellen.

Zwilling ist beispielsweise erneut mit einem der größten Messestände vertreten. Das Motto des 1731 gegründeten Unternehmens von der Grünewalder Straße, das sein Sortiment überwiegend im Ausland verkauft, lautet: "Eine kulinarische Reise durch die USA".

An den Messetagen von Freitag bis Montag gibt es am Stand Kochvorführungen verbunden mit Produktdemonstrationen, zum Auftakt am Freitag heißt es "Küche aus der neuen Welt - New York und Philadelphia. Am Samstag steht die kreative Südstaaten-Küche (Zauber von New Orleans) auf dem Programm, am Sonntag "Meet the Meat in Texas". Leichte Küche von der West-Küste (Food by the Sea) schließt das Kochen mit den Showköchen Andreas Köhler und Stefan Peters am Montag schließlich ab.

2014 war für die Schneidwaren- und Besteckbranche nicht unbedingt ein leichtes Jahr. "Aber wir haben es gemeistert", sagen Oliver Berking und Jens-Heinrich Beckmann, der Vorsitzende beziehungsweise der Geschäftsführer des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltswaren (IVSH). Die Situation auf einigen Auslandsmärkten sei schwieriger geworden, "aber dafür lief die Konjunktur im Inland überwiegend gut", so Berking und Beckmann. Auf Basis der ersten drei Quartale des vergangenen Jahres gehen sie davon aus, dass der Gesamtumsatz der Branche um zehn Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro gewachsen ist. Exakte Zahlen über den Geschäftsverlauf des gesamten Jahres 2014 will der Industrieverband Rosenmontag, 16. Februar, auf der Messe Ambiente mitteilen. Berking und Beckmann gehen aber schon heute davon aus, dass die Branche auch in diesem Jahr weiter wachsen werde.

(uwv)