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25-Jähriger Mann stach mit Messer auf seine Mutter ein

Verhandlung wegen einer Tat in Nettetal : 25-Jähriger stach mit Messer auf seine Mutter ein

Ein 25-Jähriger hat in Nettetal mehrfach auf seine Mutter eingestochen. Nun muss das Krefelder Landgericht über eine Sicherungsverwahrung entscheiden.

Muss ein 25 Jahre alter Düsseldorfer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich zurzeit die Zweite Große Strafkammer am Krefelder Landgericht. Der Angeklagte soll, im Zustand der Schuldunfähigkeit, mehrmals auf seine Mutter mit einem Messer eingestochen haben, als er im Juli 2021 seine Großmutter in Nettetal besuchte.

Gegen Mittag habe der Mann plötzlich und grundlos zu einem Küchenmesser mit einer sieben Zentimeter langen Klinge gegriffen und damit drei Mal auf den Rücken seiner Mutter eingestochen. Die Großmutter habe noch versucht, ihn zu stoppen. Doch sie war ihrem Enkel körperlich so unterlegen, dass das Vorhaben misslang.

Stattdessen verfolgte der Mann seine Mutter und stach ihr mehrere Male in Unterarm, Ober- und Unterschenkel. Schließlich habe es das Opfer geschafft, aus dem Haus zu fliehen. Doch der Angeklagte verfolgte seine Mutter weiter und schlug immer wieder auf sie ein, als sie stürzte. Ein Nachbar habe versucht, der verletzten Frau zu helfen, und den Mann von seinem Opfer wegzuziehen. Die Frau musste nach dem Angriff ihres Sohnes stationär behandelt werden. Sie hatte durch die Messerattacke unter anderem eine Lungenverletzung sowie diverse Schnittverletzungen und Hautabschürfungen erlitten.

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Laut Anklageschrift sei die Steuerungs- und Einsichtsfähigkeit des Beschuldigten, der unter einer paranoiden Schizophrenie leidet, zum Tatzeitpunkt aufgehoben gewesen. Der Verteidiger des 25 Jahren alten Angeklagten kündigte an, dass sich sein Mandant während des nächsten Verhandlungstermins zu den Vorwürfen äußern werde.

Der Prozess wird am Donnerstag, 3. Februar, 9.15 Uhr, fortgesetzt. Dann sollen mehrere Zeugen gehört werden. Zudem gibt es noch einen weiteren Termin am 14. Februar, ebenfalls um 9.15 Uhr. Dann wird etwa die Aussage einer Rechtsmedizinerin erwartet.

(sst)