Zuwachs für die Künstlerszene in Rommerskirchen: Hanni Johanna Destabele-Hennesen

Neue Ausstellung im Rommerskirchener Rathaus: Zuwachs für die Künstlerszene

Hanni Johanna Destabele-Hennesen hat ihre Werke erst bei zwei Gelegenheiten öffentlich präsentiert. Dies wird sich nun ändern.

Neben der alljährlichen Winterausstellung, bei der die Rommerskirchener Künstler(innen) eingeladen sind, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, können einzelne Künstler im Dreimonatsrhythmus im Foyer des Bürgerbüros Einzelausstellungen abhalten. Diesmal hat diese Möglichkeit Hanni Johanna Destabele-Hennesen wahrgenommen. Seit Wochenbeginn präsentiert sie im Parterre des alten Rathauses erstmals einige ihrer Werke.

In Rommerskirchen, genauer gesagt, in Widdeshoven, lebt Hanni Johanna Destabele-Hennesen mittlerweile schon seit 2002. Gemalt hat sie nach eigenem Bekunden „eigentlich schon immer", ob nun mit Kohle, Kreide oder Acryl, doch gefehlt hat ihr in früheren Jahren schlicht und einfach die Zeit, um sich voll und ganz aufs Malen einlassen zu können. „Nachdem unsere Tochter dann älter und selbstständiger wurde und leider das letzte Pferd altersbedingt starb, griff ich wieder zum Pinsel", berichtet die Malerin humorvoll-melancholisch über unvermeidbare Verzögerungen in ihrer künstlerischen Vita und deren Ende, das zu Beginn dieses Jahrzehnts erreicht war.

2010 richtete sie sich dann zu Hause ein kleines Atelier ein. Dies war der Startschuss für alles weitere. Mehrere Jahre lang besuchte Hanni Johanna Destabele-Hennesen verschiedene Workshops in Köln, nahm Unterricht bei einer mit ihr bekannten Künstlerin in Neuss, um ihre Techniken zu verfeinern. Anfang dieses Jahres schließlich besuchte sie für einige Wochen die Kunstakademie in Trier. Parallel dazu sind in den vergangenen Jahren auch etliche Werke entstanden, wobei das Spektrum der Widdeshovenerin neben Acrylmalereien und Bleistiftzeichnungen auch Skulpturen und Töpferarbeiten umfasst. Vielfältig wie der Stil der Künstlerin ist denn auch ihr Repertoire.

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In diesem Jahr kam dann ein wichtiger Durchbruch. 2018 nämlich trat sie mit ihren Werken erstmals an die Öffentlichkeit. So nahm sie mit ihrem für Besucher offenen Atelier am frühsommerlichen Projekt „Arbeitsplatz Kunst" ebenso teil wie sie einige ihrer Arbeiten am vergangenen Woche bei der Herbstpartie auf Gut Barbarastein präsentierte. Auch bei der diesjährigen Winterausstellung Rommerskirchener Künstler will die vielseitige Widdeshovenerin erstmals mitwirken.

Bei aller Leidenschaft für die Kunst ist es dennoch nicht diese allein, die sehr präsent in ihrem Leben ist: Hinzu kommt nämlich auch die Fürsorge für ihre Mitmenschen. So unterstützt sie mit großer Hingabe seit mittlerweile drei Jahren eine Familie, die aus ihrem Heimatland fliehen musste und in Widdeshoven ein neues Zuhause fand.

Kreativität und die Möglichkeit, viele interessante Menschen kennenzulernen, sind für Hanni Johanna ebenso wichtige Facetten, die sie an ihrer Arbeit begeistern wie „die Herausforderung, ein Konzept zu erarbeiten und mit originellen Inhalten zu füllen". Man darf also gespannt sein, auf die derzeit laufende Ausstellung ebenso wie auf die Winterausstellung 2018/2019.

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