Rommerskirchen: Kreis-SPD will Zuschuss für Ansteler Schützenhalle

Rommerskirchen: Kreis-SPD will Zuschuss für Halle

Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der St. Sebastianus-Bruderschaft kosten viel Geld. Jeder Zuschuss ist hilfreich.

Das Schützenfest ist gerade einmal zehn Tage her, doch bei der St. Sebastianus-Bruderschaft ist der Arbeitsalltag schon wieder eingekehrt. In dessen Zentrum steht die langwierige Sanierung der Schützenhalle. Aktuell geht es insbesondere um die Einrichtung der Sebastianusklause im Untergeschoss der Halle. Dort benötigt zudem der gesamte Flurbereich neue Fliesen, hinzu kommt eine komplett neue Toilettenanlage inklusive Duschen, die Präsident Peter Mahr zufolge „erstmals behindertengerecht“ gestaltet werden soll. Auch der wenig bekannte „Seniorenraum“, in dem Utensilien des Seniorenklubs ebenso lagern wie sakrale Gegenstände, die bei Gottesdiensten in der Halle Verwendung finden, könnte vergrößert werden: Der Kleinkaliberstand verliert 35 Quadratmeter Fläche. Herausragendster Punkt ist indes die Sebastianusklause: „Für unsere älteren Mitbürger soll die Klause als Begegnungsstätte für den regelmäßigen Gemeinschaftsnachmittag zur Verfügung stehen“, sagt Mahr.

Neben ihrem Bautrupp mit den bewährten Protagonisten Willi Oberlack, Friedhelm Neunzig und Heinz Spaar kann die Bruderschaft dabei inzwischen auch auf eine Baukolonne aus den Reihen der Jungschützen zählen, wie Mahr berichtet.

Nachdem die Bruderschaft bereits verschiedene Quellen angezapft hat und sich via VR-Bank auch dem Crowdfunding widmet, könnte jetzt auch noch der Rhein-Kreis Neuss seinen Beitrag dazu leisten, die Kosten der ihre Gründung auf das Jahr 1300 datierenden Bruderschaft zu dämpfen. So liegt dem am 19. September tagenden Kreisausschuss ein Antrag der SPD-Fraktion vor. In dem stellt SPD-Fraktionschef Rainer Thiel akribisch die teils schon begonnenen, teils noch zu erledigenden Baumaßnahmen dar. Die Sozialdemokraten beantragen, die Projekte der Bruderschaft „mit einem angemessenen Betrag zu bezuschussen“, und zwar „umgehend“. Müssten die umfangreichen Aktivitäten in der Halle wegen einer womöglich nicht adäquaten Instandhaltung reduziert werden, würde dies nach Auffassung der SPD „negative Folgen für das gesamte kultur-gesellschaftliche Leben in Anstel haben.“

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Auf die Schützenhalle aufmerksam geworden war die Kreis-SPD Anfang April beim Ansteler Ortsteilgespräch, das auch der stellvertretende Landrat Horst Fischer besuchte. Peter Mahr erläuterte ihm damals bei einer Führung die Bedeutung der aktuellen Sanierung wie den Stellenwert der Halle für das Ortsleben. „Er hat sich sehr beeindruckt gezeigt“, erinnert sich der Präsident der Bruderschaft. Für Mahr ist die seit 1984, beileibe nicht allein fürs Schützenfest genutzte Halle „ein überbauter und wetterfester Dorfplatz“.

Auch die Gemeinde wird das Anliegen fördern, wie Bürgermeister Martin Mertens ankündigt: „Für uns ist es wichtig, dass auch in den kleineren Ortsteilen Begegnungszentren entstehen.“ Ihm zufolge gehören „Peter Mahr und die Bruderschaft seit Jahren zu unseren Aktivposten der Gemeinde, deshalb gilt es unbedingt, die Maßnahme zu unterstützen.“