Rommerskirchen-Wendehammer soll Heimchesweg entlasten

Rübenkampagne in Rommerskirchen: Wendehammer soll Anwohner entlasten

Der geplante Wendehammer und Parkmöglichkeiten bei Hermeshoven sollen den Begegnungsverkehr von landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Lastwagen auf dem Heimchesweg verhindern.

Die Rübenkampagne der Landwirtschaft rückt näher, und so haben sich jetzt betroffene Landwirte, Vertreter von RWE Power sowie die ausführende Baufirma am verlängerten Heimchesweg getroffen, um Details für den Bau eines Wendehammers abzustimmen. Der soll die Belastung für die Anwohner des Heimcheswegs reduzieren. Die Landwirte stellen den nötigen Grund und Boden zur Verfügung, während RWE Power die Kosten für den Bau des Wendehammers übernimmt.

Zugleich haben auch die Rechtsvertreter der Konfliktparteien noch einmal die Situation erörtert. Dem Rommerskirchener Rechtsamtsleiter Gregor Küpper zufolge werden Parkmöglichkeiten bei Hermeshoven am Bahnhof geschaffen, so dass die Zahl der landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die gleichzeitig auf dem Heimchesweg unterwegs sind, minimiert wird. Dies wird aller Voraussicht nach „zu einer gewissen Verzögerung führen“, sagt Peter Herzogenrath, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft. Nach einer groben Überschlagsrechnung beziffert er diese auf etwa 100 Minuten, wobei die Landwirte keine Einwände hätten, sie in Kauf zu nehmen.

„Das Hauptproblem ist der Begegnungsverkehr. Wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, dürfte es auf dem Heimchesweg nicht zu Begegnungen von Fahrzeugen kommen“, sagt Peter Herzogenrath. Rechtsanwalt Axel Römmler, der den Hauptbeschwerdeführer Josef Weyrauch vertritt, wollte gestern vor einer öffentlichen Stellungnahme erst seinen Mandanten über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

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Die sich zeitlich immer weiter nach hinten verschiebende Rübenkampagne beginnt wohl Ende September. Dennoch wird der erste Abfuhrtermin am Heimchesweg keineswegs vor Anfang November stattfinden, bestätigen Gregor Küpper und Peter Herzogenrath unisono. „Bis dahin muss der Wendehammer fertig sein“, sagt Herzogenrath, der keine Zweifel hegt, dass dies auch der Fall sein wird. Die Rübenernte wird sich demnach an nur zwei Tagen - Herzogenrath spricht von jeweils etwa sechs Stunden - abspielen. Der zweite Abfuhrtermin liegt erst im Dezember.

Auch über „eine langfristige Lösung“ haben sich die Juristen Gedanken gemacht, ohne diese jedoch jetzt schon in Angriff nehmen zu wollen. Neben der bereits öffentlich diskutierten Variante, den landwirtschaftlichen Verkehr über den Eckumer Berg zu leiten und ihn dann parallel zur früheren RWE-Bahnstrecke auf die Felder nahe des Heimcheswegs zu führen, gibt es Gregor Küpper zufolge noch zwei weitere Alternativen. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie aus der Gemeindekasse gezahlt werden müssten. Küpper zufolge werden mögliche Kosten geprüft, aktuell umgesetzt wird jedoch keine dieser Varianten.

Peter Herzogenrath, der die Gespräche mit seinen Juristen-Kollegen als „sehr sachlich und professionell“ würdigt, geht davon aus, dass die jetzt gefundene Lösung das Problem „deutlich entschärfen“ werde. Im Vorfeld der Rübenernte solle dafür Sorge getragen werden, „dass dies auch funktioniert“.

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