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Rommerskirchen: Mängelmelder ist eine Erfolgsgeschichte

Bürgerbeteiligung in Rommerskirchen : Der Mängelmelder ist eine Erfolgsgeschichte

Seit 2015 schickten die Bürger mehr als 1300 Meldungen über den Informationskanal an die Gemeinde. Fast alle Probleme wurden gelöst.

Das jüngste Beispiele waren die Bänke zwischen „Zum Bollert“ und „Gutshof Alshof“. Die Sitzgelegenheiten, die gerne von Spaziergängern für eine kurze Rast genutzt werden, waren so zugewachsen, dass ihre Dienste nicht mehr in Anspruch genommen werden konnten. Ein Rommerskirchener wies per Mängelmelder auf den Missstand hin, und die Gemeinde reagierte. Inzwischen sind die Bänke freigeschnitten worden.

Vor fünf Jahren hat die Gemeinde den Mängelmelder eingeführt, der über die Internetseite www.rommerskirchen.de zu finden ist und rund um die Uhr online genutzt werden kann. Es gibt fünf Kategorien: neu, in Prüfung, in Bearbeitung, erledigt und nicht lösbar. So können Bürger nachhalten, in welcher Bearbeitungsphase ihre Meldung gerade ist.

Und ein Blick in die Statistik belegt, dass dieses Instrument der unbürokratischen Bürgerbeteiligung in Rommerskirchen eine Erfolgsgeschichte schreibt. Denn dass sich Dinge nicht lösen lassen, ist ganz klar die Ausnahme. Von gut 1300 gemeldeten Mängeln konnte die Gemeinde nur in 25 Fällen keine Abhilfe schaffen. Stand am Freitagabend: Im Zeitraum seit 2015 gelten insgesamt 1253 Mängel behoben, 34 sind zurzeit in Bearbeitung, einer in der Prüfung. Zuletzt gemeldet wurde am 29. Juli ein Beet mit meterhohem Wildkraut, Wildtriebe im Gehweg und wucherndes Efeu. Oft sind es die kleinen Ärgernisse wie defekte Ampeln oder Lampen, Straßenschäden und Ähnliches, die über den Mängelmelder an die Gemeinde herangetragen werden. „Die Gemeindeverwaltung bemüht sich, diese zeitnah zu bearbeiten“, versichert Gemeindesprecherin Alina Gries.

Wurde der Mängelmelder im ersten Jahr nach seiner Einführung mit 73 Eingaben noch relativ selten in Anspruch genommen, so steigerte sich die Zahl der Meldungen nach Angaben der Gemeinde von circa 200 in 2016 und 2017 auf über 300 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig ging die Anzahl der telefonischen Mängelmeldungen deutlich zurück. Bürgermeister Martin Mertens ist zufrieden: „Insgesamt kann das gesamte Projekt der Mängelmeldungen als Erfolgsmodell bezeichnet werden, das die Meldung von Schäden und der Verwaltung deren Bearbeitung vereinfacht.“