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Rommerskirchen: Studenten planen Spendenlauf zugunsten Gastronomie

Hilfe während der Corona-Pandemie : Studenten planen Spendenlauf zugunsten der Rommerskirchener Gastronomie

Drei Studenten planen ein Event für Jedermann, das die örtlichen Gastrome finanziell unterstützen soll. Wir erklären, wie man sich daran beteiligen kann.

Am übernächsten Sonntag, dem 6. Juni, wird es in der Gemeinde zum ersten Mal ein ganz besonderes Event geben: den ersten „Rommerskirchener Spendenlauf“ zugunsten der örtlichen Gastronomie. Ganz coronakonform, versteht sich, denn jeder kann überall daran teilnehmen.

Initiiert hat das Calvin Bräuer. „Die Idee dahinter ist, die Gastronomen, die ja aufgrund der Pandemie und den Restriktionen stark belastet sind, zu unterstützen“, erklärt er. Der Widdeshovener studiert Sportwissenschaften an der Sporthochschule in Köln. Für ein Seminar musste der Student ein Event planen und durchführen - aufgrund der aktuellen Lage eben eins, das kontaktarm stattfinden kann.  Für das Projekt holte er sich zwei Kommilitonen, Johannes Lindmeyer und David Hahn, mit ins Boot. „Ich selbst wohne ja in Rommerskirchen und bin dem Ort sehr verbunden“, erzählt Bräuer. „Ich freue mich, dass meine Kommilitonen mit dem Projekt einverstanden waren und wir nun gemeinsam alles planen können.“

 Beim Kauf eines T-Shirts gibt es verschiedene Preise zu gewinnen.
Beim Kauf eines T-Shirts gibt es verschiedene Preise zu gewinnen. Foto: Calvin Bräuer

Beim Spendenlauf am 6. Juni geht es darum, im Zeitraum zwischen 12 und 18 Uhr möglichst viele Kilometer in irgendeiner Form zu erlaufen: „Joggen, spazieren gehen, wandern, rennen, laufen - das ist alles erlaubt“, erläutert Calvin Bräuer. Das Besondere im Vergleich zu anderen Sponsorenläufen: „Nicht Oma, Opa oder Tanten zahlen für die gelaufenen Kilometer, sondern zahlreiche Rommerskirchener Unternehmer, Firmen und Vereine, die nicht so stark von der Pandemie gebeutelt sind, haben sich bereit erklärt, zu spenden.“ Das funktioniert so: Der Läufer, Spaziergänger oder Wanderer registriert sich in der App „Strava“ (Link auf den Social-Media-Kanälen der Gruppe oder über den App-Store) unter dem Event „Rommerskirchener Spendenlauf“. Dort werden die gelaufenen Kilometer eingetragen und am Ende gesammelt. Die Unternehmen spenden je gelaufenen Kilometer einen Betrag X, sodass am Ende eine Gesamtsumme zusammenkommt, die unter allen Rommerskirchener Gastronomiebetrieben gleichmäßig verteilt werden soll. „Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele sich registrieren und dann auch möglichst viele Kilometer für den guten Zweck machen“, so der Student.

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Um mitzumachen, muss man weder in Rommerskirchen wohnen, noch dort laufen. „Theoretisch kann man auch aus den USA in der Gruppe teilnehmen“, erklärt Bräuer. Anfragen aus dem weiteren Umfeld gebe es bereits. Auch eine mehrmalige Teilnahme in dem angegebenen Zeitraum sei möglich. So könne man zum Beispiel seine morgendliche Joggingrunde schon angeben und am Nachmittag noch einmal beim Spaziergang mit der Familie einige Kilometer machen. Wer sich auch von außen erkennbar als Teilnehmer des Spendenlaufs zeigen möchte, kann bis zum kommenden Sonntag eigens dafür gestaltete T-Shirts bei den Eventplanern bestellen. „Mit 15 Euro ist man dabei und nimmt beim Kauf eines Shirts automatisch an einem Gewinnspiel teil, bei dem tolle Preise von Anbietern aus der Region winken“, wirbt Calvin Bräuer. „Außerdem gibt es bei der Abholung der Shirts eine Schale Erdbeeren von unserem Kooperationspartner, dem Spargelhof Feiser.“ Die Studenten hoffen, durch den Verkauf der T-Shirts den Spendenbeitrag für die Gastronomie noch etwas erhöhen zu können.

 Auch frische Erdbeeren von Kooperationspartner Feiser gibt es dazu.
Auch frische Erdbeeren von Kooperationspartner Feiser gibt es dazu. Foto: Calvin Bräuer

Das Projekt war zwar zunächst als Aufgabe eines Seminars entstanden, aber Calvin Bräuer kann sich gut vorstellen, einen Spendenlauf für gute Zwecke auch in den nächsten Jahren in Rommerskirchen durchzuführen - wenn Corona vorbei ist, so hofft der 23-Jährige, der im siebten Semester studiert, auch wieder in Präsenz. „Ein Spendenlauf mit fester Laufstrecke und Publikum als größeres Event wäre in Zukunft toll. Ich hoffe, dass das im nächsten Jahr schon möglich sein wird.“