Corona-Krise in Rommerskirchen : Blutspende unter starken Sicherheitsmaßnahmen

Der Termin am Freitag, 20. März, in der Gillbachschule findet statt. Blutspenden sind auch in Corona-Zeiten unentbehrlich.

Auch in Zeiten der Corona-Krise fallen nicht alle Veranstaltungen in Rommerskirchen aus. Der Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes am heutuigen Freitag von 16 bis 20 Uhr in der Gillbachgrundschule am Nettesheimer Weg findet statt. Das bestätigte Gemeindesprecherin Alina Gries am Donnerstagmittag auf Anfrage unserer Redaktion.

Dass die Aktion nicht gestrichen wird, hat einen guten Grund, wie Stephan David Küpper erklärt. „Blutspenden sind auch in Corona-Zeiten alternativlos. Wir brauchen Blutressourcen für die Notfallversorgung“, sagt der Leiter der Unternehmenskommunikation beim Blutspendedienst West. Selbst wenn große Operationen verlegt würden und wegfielen, gebe es zahlreiche chronisch Kranke oder andere Patienten, die regelmäßig auf Blutkonserven angewiesen seien. Ähnlich äußert sich auch Küppers Kollege Andreas Brockmann vom dRK-Landesverband Nordrhein.

Allerdings – und dies gilt auch beim aktuellen Termin in Rommerskirchen – werden besondere zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um Spender, ehrenamtliche Helfer und Ärzte zu schützen. Die ohnehin schon strengen Hygienevorschriften beim Blutspenden würden noch einmal verschärft, sagt Küpper.

Das beginnt mit einer Temperaturmessung am Eingang. Spendenwillige, die mehr als 37,5 Grad Celsius Körpertemperatur aufweisen, werden mit einer Tafel Schokolade wieder nach Hause geschickt. Auch wer in den vergangenen vier Wochen im Ausland war, wird nicht als Spender zugelassen.

Um die Abstandsregeln untereinander einhalten zu können, wird der Zutritt zum Spenderaum geregelt. Spenderbetten werden auseinander gezogen. Das DRK verzichtet deshalb auf einen Teil der sonst vorhandenen Liegestätten. Das traditionelle Kaffeetrinken nach der Spende wird ersetzt durch ein Lunchpaket, das jeder Spender erhält. Selbstverständlich sind vor Ort ausreichende Mengen an Desinfektionsmitteln vorhanden. Und: Es gibt eine sehr ausführliche Anamnese, wie Küpper betont. Heißt: Jeder Spender wird von den anwesenden Ärzten intensiv zu seinem Gesundheitszustand und zu allem, was für den Schutz vor Corona wichtig ist, befragt.

Wer aktuell Fragen im Zusammenhang mit Blutspenden und Corona hat, kann sich im Internet unter www.blutspendedienst-west.de informieren. Dort gibt es auch Informationen, welche Spendetermine stattfinden und welche abgesagt werden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die benötigten Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Nicht alle Vermieter sind wie die Gemeinde Rommerskirchen bereit, ihre Räume in der Krise den Blutspendeteams zu überlassen. Fragen gibt es offenbar reichlich. Stephan David Küpper berichtet von mehr als 1000 Anrufen an der Hotline des Blutspendedienstes West. Dort säßen fünf Kolleginnen, die einem solchen Ansturm beim besten Willen nicht gewachsen sein könnten.