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Rommerskirchen: Bushaltestelle kann vergrößert werden

Rommerskirchen : Bushaltestelle kann vergrößert werden

Die Untere Landschaftsbehörde hat den Weg für eine Erweiterung der Bushaltestelle an der B 477 frei gemacht. Sowohl die Gesamtfläche als auch das Wartehäuschen sollen im Interesse der Schüler vergrößert werden.

Die vor dem Feuerwehrgerätehaus an der B 477 liegende Bushaltestelle kann erweitert werden. Nachdem sich der Rat im Februar für einen entsprechenden Vorschlag des nun ehemaligen Bürgermeisters Albrt Glöckner ausgesprochen hatte, ist nun die letzte Hürde genommen. Die Untere Landschaftsbehörde des Rhein-Kreises Neuss hat die Befreiung von den Festsetzungen des Landschaftsschützes erteilt.

"Eine Befreiung ist unter anderem dann möglich, wenn es ein überwiegendes öffentliches Interesse gibt", sagt Ulrich Schmitz, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde. Dieses öffentliche Interesse ist für Schmitz "eindeutig", zumal "der Eingriff in den geschützten Landschaftsbestandteil denkbar gering gehalten wird. Da fiel es uns leicht, die Befreiung zu erteilen." Die Gemeinde will den Platz für die wartenden Schüler ebenso vergrößern wie das Wartehäuschen. Die vorgesehene Erweiterungsfläche befindet sich in einem kleinen Waldstück. Insgesamt geht es um eine Fläche von 55 Quadratmetern, die mit Verbundpflaster versehen werden soll. Der von der Gemeinde bereits im Oktober 2013 von dem Vorhaben informierte Landesbetrieb Straßen hatte seine Zustimmung zu dem Projekt von der jetzt vorliegenden Zustimmung der Unteren Landschaftsbehörde abhängig gemacht.

Auf die politische Tagesordnung war die Bushaltestelle im März zurückgekehrt: Nach einer Ortsbesichtigung mit Bürgern hatte der CDU-Vorsitzende Michael Willmann Verbesserungen im Sinne der Sicherheit für die Schulkinder gefordert. Daraufhin hatten die CDU-Mitglieder Walter Giesen und Marie-Louise Tepper viel Detailarbeit geleistet, eine Verkehrszählung vorgenommen und einen Termin bei Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, beziehungsweise dem Straßenverkehrsamt arrangiert. Das vertrat die Ansicht, es handele sich um keine besonders gefährliche Stelle, kündigte jedoch unter anderem neue Fahrbahnmarkierungen an. Offizielle Messungen ergaben vergangenes Jahr, dass 77 Prozent aller Fahrzeuge zu schnell fuhren. Fast 75 Prozent waren morgens zwischen 6 und 9 Uhr schneller als 60 Kilometer in der Stunde, wobei 25 Prozent aller Fahrer sogar die 70-Kilometer-Marke übertrafen.

Forciert hatte die Union dieses Thema seit vergangenem Jahr jedoch nicht mehr. Was Glöckner zu Jahresbeginn die Gelegenheit gab, an eine vor gut einem Jahrzehnt gescheiterte Initiative anzuknüpfen und erneut einen Ausbau vorzuschlagen. "Davon war ich positiv überrascht", sagt Walter Giesen. Dass Glöckner die Sache gut ein Dreivierteljahr nach den Bemühungen der CDU noch einmal aufgegriffen hatte, zeigt Giesen, dass es auch für den Wahlkampf "noch ein Thema gewesen wäre." Der Union wirft CDU-Mitglied Giesen vor, das Problem Bushaltestelle nicht energisch genug angegangen zu sein: "Die neue CDU hat mal wieder eine Gelegenheit verpasst, Erfolgreiches informativ und zeitnah zu vermitteln", meint er.

(NGZ)