1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Mertens fordert Demut vor den Bürgern

Rommerskirchen : Mertens fordert Demut vor den Bürgern

Der neue Bürgermeister ist seit gestern auch offiziell Vorsitzender des Rommerskirchener Gemeinderates.

Seit gestern Nachmittag Punkt 16.20 Uhr ist der Wechsel im Bürgermeisteramt endgültig vollzogen. Nachdem Martin Mertens bereits am Montag seine Tätigkeit als neuer Verwaltungschef aufgenommen hat, ist er nach seiner gestrigen Verpflichtung durch Alterspräsident Jupp Kirberg (80) nun auch Vorsitzender des Gemeinderats. Mit Blick auf die bis 2020 währende Wahlperiode zeigte sich Jupp Kirberg "zuversichtlich, dass es eine gute Zukunft für Rommerskirchen sein wird".

Mit Ernennungsurkunde und Amtskette ausgestattet, erinnerte Martin Mertens in seiner Antrittsrede vor dem Rat noch einmal an die Wahl vom 25. Mai. "Das Gefühl, das uns in diesen Stunden alle geeint hat, ungeachtet aller politischen Unterschiede, dieses Gefühl war die Demut. Demut vor den Bürgerinnen und Bürgern. Demut vor dem demokratischen Prozess", sagte Mertens. "Wenn wir nun in den politischen Alltag einsteigen, möchte ich uns allen diese Demut vor dem Bürger als gemeinsame Verpflichtung für unser Rommerskirchen ans Herz legen", betonte der neue Bürgermeister. Den Dank an seine Wähler verband er mit der Versicherung: "Die hohen Erwartungen der Bevölkerung sind für mich ein bleibender Auftrag. Aber für mich gibt es auch nichts Schöneres, als für die Menschen zu arbeiten, die ich kenne und mag." Mertens' Dank galt aber auch "allen, die sich in Rommerskirchen politisch engagieren und so unsere Demokratie lebhaft und abwechslungsreich gestalten."

Auch seinen Vorgänger würdigte Mertens in seiner Ansprache: "Durch die unermüdliche Arbeit unseres Bürgermeisters Albert Glöckner, des Gemeinderates und der Verwaltung hat sich Rommerskirchen in den vergangenen 15 Jahren zu einer attraktiven Wohn- und Wohlfühlgemeinde entwickelt." Er kündigte an: "Wir wollen das bewahren - und Rommerskirchen auch in Zukunft attraktiv gestalten. Jung und Alt sollen bei uns zu Hause sein." Insbesondere würdigte Mertens die Bedeutung des Ehrenamts. Rommerskirchen sei angesichts der regen Tätigkeit in Vereinen und Verbänden "eine echte Bürgerkommune", so Mertens. Hier nannte er beispielhaft die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr im Gefolge des Sturms "Ela". Der Bürgermeister warb für ein besseres Klima im Rat: "Lassen Sie uns in der Sache streiten, aber niemals persönlich. Ringen wir um die besten Ideen, aber akzeptieren wir auch die befriedende Wirkung von Mehrheitsentscheidungen."

Einstimmig wählten die 30 anwesenden Ratsmitglieder Maria Peiffer (SPD) zur ersten Stellvertreterin von Mertens und Bianka Mischtal (CDU) zur zweiten. Auch Albert Glöckner kam noch einmal zu Wort: Der bisherige Bürgermeister verabschiedete die nur teilweise anwesenden, ausgeschiedenen Ratsmitglieder: "Sie haben neben ihrem Beruf oder Ihren familiären Verpflichtungen viel Zeit, Kraft und Energie aufgewandt, um Ihrer Ratstätigkeit verantwortungsvoll nachgehen zu können. Das macht man nur, wenn man von seinem Tun überzeugt ist, wenn man politisch etwas bewegen und seinen Geburts- oder Wohnort mitgestalten will", sagte Glöckner.

(S.M.)