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Rommerskirchen: Viel Lob zu Glöckners Verabschiedung

Rommerskirchen : Viel Lob zu Glöckners Verabschiedung

Mit einem Großen Zapfenstreich begleiteten die Schützen den bisherigen Bürgermeister in den Ruhestand.

Der Musik gingen nicht eben wenige Worte voran. Vor dem Großen Zapfenstreich, mit dem die Schützenvereine und -bruderschaften der Gemeinde den bisherigen Bürgermeister Albert Glöckner im Eckumer Freundschaftspark verabschiedeten, gab es bei einem Empfang im Ratssaal ausgiebig Gelegenheit, die Ära Glöckner zu würdigen.

2500 Seiten füllen die Reden, die Albert Glöckner während seiner gut 15-jährigen Amtszeit als Bürgermeister gehalten hat. Glöckner verhehlte nicht, dass sein Abschied "mit leiser Wehmut gepaart" sei, stellte im proppevollen Ratssaal jedoch vor allem den Dank an viele Anwesende in den Mittelpunkt.

Der galt den Mitarbeitern der Verwaltung ebenso wie den Erzieherinnen in den Tagesstätten, aber auch den Ratsmitgliedern, den Vereinen, den Geistlichen der beiden Konfessionen und den Bürgern der Gemeinde. Lobende Worte fand Glöckner in Gegenwart von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke auch für den Rhein-Kreis Neuss: "Rommerskirchen fühlte sich in der Kreisgemeinschaft immer gut aufgehoben. Dieses Erlebnis hat eine kleine Gemeinde nicht in jedem Kreis." "Sowohl für Rommerskirchen als auch für den Rhein-Kreis Neuss waren die vergangenen 15 Jahre gut", befand Hans-Jürgen Petrauschke.

Albert Glöckner habe während dieser Zeit die Gemeinde "in der Tat ganz entscheidend geprägt", pflichtete Petrauschke dem neuen Bürgermeister Martin Mertens bei. In der Bürgermeisterkonferenz sei Albert Glöckner "immer ein gern gesehener Kollege" gewesen, sagte Petrauschke. Selbst wenn es "manchmal auch laut geworden ist", sei es stets ohne gegenseitige Verletzungen abgegangen. Nicht erfüllt hat sich Petrauschkes Erwartung, dass es dem bisherigen Bürgermeister noch auf der Zielgeraden seiner Amtszeit gelingen werde, Rommerskirchen "in Albertville umzubenennen". Martin Mertens, der heute als Bürgermeister vereidigt wird, attestierte seinem Vorgänger "ein Stück Rommerskirchen geworden" zu sein.

"So wie Du in den letzten 15 Jahren in all Deinem Denken und Handeln Rommerskirchen eingeschlossen hast, bleibst Du auch in Zukunft in unserer Mitte", versicherte er Glöckner. Kämmerer Hermann Schnitzler überreichte Glöckner nicht nur ein Kompendium seiner Reden, sondern als Abschiedsgeschenk der Mitarbeiter auch einen Füller mit Platinfeder - mit dem sich Glöckner sogleich ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte. Danach führten die Schützen das Regiment, auf deren Initiative die förmliche Verabschiedung Glöckners zustande kam. Matthias Schlömer, Chef der Frixheimer Sebastianer und Vorsitzender der Präsidentenrunde der Rommerskirchener Schützen, hatte wenig Probleme, seine Kollegen zu überzeugen. Bei Glöckner habe es aber etwas Überzeugungsarbeit gebraucht, verriet Schlömer.

Was ihn besonders freute: Sämtliche Vereine waren bei der Verabschiedung vertreten. Die lag dann in den Händen der Nettesheimer Blechbläser und der Tambourkorps aus Rommerskirchen, Sinsteden, Widdeshoven, Frixheim und Eckum.

(NGZ)