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Rommerskirchen: Orkan: 100 000 Euro für Schadensbeseitigung

Rommerskirchen : Orkan: 100 000 Euro für Schadensbeseitigung

Diese Summe hat der Rommerskirchener Gemeinderat bewilligt. Tatsächlich werden die Kosten auf mindestens 150 000 Euro geschätzt.

Eine der ersten Maßnahmen des neuen Rats bestand jetzt darin, mehr Geld auszugeben, als im Haushalt vorgesehen ist. Dies geschah allerdings aus gutem Grund, daher auch einstimmig und ohne Diskussion: Sturmtief "Ela" hatte am Pfingstmontag auch in Rommerskirchen für großes Chaos gesorgt und "in bisher noch nie da gewesenen Dimensionen im gesamten Gemeindegebiet Bäume entwurzelt oder so stark beschädigt, dass diese entfernt werden müssen", wie Baudezernent Hans-Josef Schneider sagte. Die Gebäudeversicherung der Gemeinde wird nur einen Bruchteil der Schäden erstatten. Der Rest der Schadensbeseitigung muss zumindest zu einem ganz erheblichen Teil aus dem Gemeindeetat bestritten werden. Eine genaue Kostenschätzung ist nach Schneiders Worten derzeit noch nicht möglich. "Zum einen wurden noch nicht alle Schäden aufgenommen, zum anderen lässt sich der zeitliche Aufwand der Firmen schlecht kalkulieren", erklärte der Baudezernent.

Die vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr, aber auch die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde und des Tiefbauamts seien bei den Aufräumarbeiten "über das Limit hinaus" in Anspruch genommen worden, so der Baudezernent. Bürgermeister Martin Mertens ist "vor allem darüber erleichtert, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind".

Während der Rat erst einmal überplanmäßig einen Betrag von maximal 100 000 Euro für die Beseitigung der Sturmschäden bewilligte, dürfte es damit jedoch nicht sein Bewenden haben. Kurz nach dem Sturm war die Verwaltung in einer ersten Bewertung noch allzu optimistisch davon ausgegangen, dass 50 000 Euro ausreichen könnten. Diese Annahme musste indes schnell korrigiert werden. "Wir rechnen mit rund 150 000 Euro", sagt Martin Mertens. "Wir hoffen sehr, dass wir von dem versprochenen Hilfspaket der Landesregierung zumindest einen Teil der Kosten zurückerhalten", betont Mertens.

Bis alle Schäden beseitigt sind, wird es Hans-Josef Schneider zufolge "noch Wochen, wenn nicht Monate dauern". Unmittelbar nach dem Sturm wurden zunächst die Stellen angegangen, von denen unmittelbare Gefahren ausgingen. Eingesetzt wurden dabei in der Regel die ohnehin bereits für die Gemeinde tätigen Firmen. Die müssen nun Tagesberichte und Leistungserfassungen liefern. Zudem werden die Arbeiten im Tiefbauamt dokumentiert.

Auch jetzt sind noch nicht alle Sperrungen aufgehoben, wie Hans-Josef Schneider am Beispiel des Friedhofs "Am Teebaum" in Rommerskirchen verdeutlichte. Gestern gab Rathaussprecher Elmar Gasten bekannt, dass "die nächsten Teile des Friedhofs frei sind. Lediglich Feld D und ein Teil von Feld A sind noch gesperrt." Gasten zufolge wird der Garten- und Landschaftsbetrieb Haesters auch morgen im Einsatz sein, "so dass sich die Situation noch verbessern wird". Wann der Friedhof wieder komplett begehbar sein wird, entscheidet sich dem Rathaussprecher zufolge am Montag.

(S.M.)