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CDU Rheinberg will in Orsoy Deichsanierung und Altes Zollhaus angehen

CDU Rheinberg : In Orsoy kommt was in Bewegung

Für das „1. Bürgerforum Orsoy 2030“ hat die CDU konkrete Themen im Blick: Deichsanierung, Altes Zollhaus oder die Nachfolge für das alte Krankenhaus. Die Rheinberger Partei will in einen offenen Dialog treten.

Dass Bürgerschützen-Präsident Andreas Blumenstengel das von Orsoyer Vereinen erarbeitete Perspektiv-Papier „Orsoy 2040“ schon im Juli vorgestellt hat, ist für Heinz Engelke kein Problem. „Das Papier ist gut, das unterstützen wir in vollem Umfang“, unterstreicht der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, der im Wahlbezirk 20 am Orsoyerberg für den neuen Rat kandidiert. „Was uns nicht gefallen hat, ist der Generalangriff auf die Politik in der Stadt. Zu sagen, ,Rheinberg bewegt sich in eine völlig falsche Richtung’, stimmt ebenso wenig wie die Behauptung, dass die Stadt nichts für Orsoy getan hat.“ Man müsse sich die Frage stellen, wie man ans Ziel kommt. Indem man Verbündete sucht und versucht, Mehrheiten zu erlangen, so Engelke: „So funktioniert Politik nun mal.“

Inhaltlich, so Engelke, seien die Vereine und die CDU nicht weit auseinander. Auch der Ortsverband will die Zukunft in Orsoy mitgestalten und hat deshalb das „1. Bürgerforum Orsoy 2030“ initiiert. „Wir möchten mit den Bürgern in einen offenen Dialog treten“, sagt der Orsoyer. „Wir möchten unsere Ideen zur Weiterentwicklung des Ortes benennen und wissen, was sich die Menschen vorstellen, die hier leben. Wir wollen die Bürger mit uns Boot holen. Und das nicht nur einmal. Es soll künftig häufiger Bürgerforen geben.“ Dabei ist Engelke der Hinweis wichtig, dass mit Orsoy nicht nur der Ortskern innerhalb der alten Stadtmauern gemeint ist, sondern auch die angrenzenden Wohngebiete und der Orsoyerberg. Den Zeitraum bis 2030 – also für die nächsten zehn Jahre – habe man aus guten Gründen gewählt. Der Ortsparteichef: „In den nächsten zehn Jahren werden sich zahlreiche Dinge in Orsoy verändern. Vieles davon zum Positiven. Wir wollen jetzt schon die Weichen stellen.“

Das katholische Pfarrheim Altes Zollhaus will die CDU erhalten und eventuell gastronomisch nutzen. Foto: Fischer, Armin (arfi )/Fischer, Armin ( arfi )

Engelke nennt dafür Beispiele. Die Deichsanierung etwa. Da werde auch über eine durchgehende Verbindung von Rheinberg über Orsoy bis Baerl gesprochen. Auch das katholische Pfarrheim Altes Zollhaus sei in dem Zusammenhang ein Thema, erläutert Heinz Engelke: Das liege unmittelbar am Deich. Die Kirche wolle es verkaufen. Der Deichverband sei interessiert, um es dann abzureißen. „Aber wir sagen: Das Gebäude hat eine wichtige Funktion. Daraus lässt sich was machen. Vielleicht ein Gastronomiebetrieb. Damit könnte man Orsoy als touristischen Anziehungspunkt stärken“, so der CDU-Politiker.

In den Orsoyer Sportplatz sei viel investiert worden, sagt die CDU. Die Anlage soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Foto: Fischer, Armin (arfi )/Fischer, Armin ( arfi )

Ein anderes Beispiel sei die Fläche zwischen den beiden Kirchen. Der Evangelische Kindergarten aus dem Jahr 1954, der in die Trägerschaft der Stadt übergegangen ist, sei marode und werde aller Voraussicht nach nicht mehr lange stehen bleiben. Die CDU denkt auf der Fläche über einen „multifunktionalen Neubau“ nach. Engelke: „Als Kita, als Seniorenbegegnungsstätte, als Gemeindehaus und Pfarrheim – da ist vieles möglich.“

Als weiteren „Meilenstein“ in der Ortsentwicklung sieht die CDU die Nachfolgenutzung der Zentralen-Unterbringungs-Einrichtung (ZUE). Wenn nach 2025 dort keine Flüchtlinge mehr leben – so der heutige Stand – will der Eigentümer das alte Krankenhaus abreißen und zu eine Fläche für Wohnen entwickeln. Heinz Engelke: „Das wird das Leben in Orsoy maßgeblich beeinflussen.“ Deshalb solle es einen begleitenden Arbeitskreis geben. Eine Kindertagesstätte könnte auch am Orsoyerberg entstehen, wo die CDU auf jeden Fall den Spielplatz am Plankweg erhalten möchte. Das gilt auch für den Sportplatz des SV Orsoy. Heinz Engelke: „Auch wenn manche etwas anderes behaupten: Dort ist viel investiert worden: in neue Umkleide- und Sanitärräume, in eine neue Flutlichtanlage und in ein Geländer als Absturzsicherung am Clubhaus.“

Zusammenfassend sagt der CDU-Ortsverbandschef: „Wir wollen Orsoy zukunftsfest machen. Dabei müssen drei wichtige Aspekte berücksichtigt werden: Alles, was hier geplant wird, muss realistisch, finanzierbar und wahrnehmbar sein.“