Basketball : TG Neuss ist fast am Ziel

Mit dem 62:57-Erfolg über den Play-off-Kandidaten TSV Quakenbrück Dragons machten die Schützlinge von Trainer Mathias Gierth den wohl schon entscheidenden Schritt Richtung Klassenverbleib in der 2. Basketball-Bundesliga.

Es geht also doch! Zum ersten Mal in dieser so turbulenten Spielzeit haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss ein enges Match für sich entschieden. Doch nicht nur das. Mit dem hart erkämpften 62:57-Heimsieg (Halbzeit 23:28) über den TSV Quakenbrück erhöhte die Turngemeinde im Abstiegskampf den Druck auf den direkten Konkurrenten TSVE Bielefeld, der sich im Endspurt der Saison nun keine Niederlage mehr erlauben darf.

Gegen die Dragons, bis Samstag ein ernsthafter Kandidat auf das Erreichen der Play-offs, benötigten die Gastgeberinnen allerdings einen ganz langen Anlauf. Dabei begannen sie stark, vergaßen vor allem im ersten Viertel indes glatt das Punkten. Höhepunkt des höchst ärgerlichen Fehlschuss-Festivals waren die beiden verpassten Korbleger der ansonsten guten Mara Hinker — ohne den störenden Einfluss einer gegnerischen Abwehrspielerin. Nicht umsonst hatte Gästetrainer Ralf Rehberger trotz 12:11-Führung im ersten Viertel nur an einer Sache Gefallen gefunden: "Die treffen ihre Korbleger nicht — das ist gut für uns." Daran änderte sich auch im Verlauf des zweiten Abschnitts wenig. Neuss kontrollierte mit Katrin Wischnitzki (8), Connie James (5) und Julia Kleen (4) zwar die Bretter (29:17 Rebounds), weil jedoch aus der Nahdistanz weiter fast nichts ging (6/22 Würfe, 11/36 insgesamt), lag Quakenbrück auch zur Pause knapp vorne.

Drei Minuten nach Wiederbeginn führte der TSV, der seinen Gegner mit ständig wechselnden Abwehrstrategien immer wieder in Not brachte, sogar mit 33:25. Erst im letzten Viertel gelang der TG die Wende. Gegen die von Gierth verordnete Manndeckung wussten Quakenbrücks Leitwölfinnen Toby Martin und Nicola Dalton keine Antwort. Angetrieben von Conny James (acht Ballgewinne) verwandelte Neuss einen 41:45-Rückstand (30.) in einen 57:52-Vorsprung (38.).

Die Dragons kamen freilich noch mal zurück und glichen 1:36 Minute vor Schluss per Dreier (Kirsten Kubat) zum 57:57 aus. James, mit 24 Punkten und acht Rebounds erneut überragend, bewies nun Führungsqualitäten. Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr traf sie zum 59:57. Und als die Gäste im nächsten Angriff den Ball verloren und dann geschlagene 13 Sekunden bis zum die Spieluhr stoppenden Foul benötigten, verwandelte die US-Amerikanerin zehn Sekunden vor dem Ende auch die fälligen Freiwürfe zum vorentscheidenden 61:57.

Bestnoten vergab Gierth zudem an Danina Skrobek (15 Punkte), "sie hat einen Sahnetag erwischt", Mara Hinker (10 Punkte/drei Ballgewinne), Julia Kleen (10 Punkte/6 Rebounds) sowie an die unermüdliche Kämpferin Katrin Wischnitzki (14 Rebounds).

(NGZ)