Jüchen : Engagiert für die Gemeinde

Gestern wurden in der evangelischen Kirchengemeinde Jüchen die neu gewählten Presbyter vorgestellt. Warum sie sich für ihre Gemeinde Zeit nehmen, erläutern je zwei Presbyter aus den Gemeinden Jüchen und Kelzenberg.

Ehrenamtler sind immer schwerer zu finden — auch als Presbyter in evangelischen Kirche. Vier Jüchener, die jetzt als Presbyter eingeführt wurden, nehmen sich Zeit für diese Aufgabe; sie verraten der NGZ, warum.

Welche EIgenschaften muss man als Presbyter mitbringen? "Voraussetzung ist, dass man auf Leute zugehen kann und keine Berührungsängste hat", erklärt Margitta Pöstgens, Vorsitzende des Diakonieausschusses in Jüchen. Foto: Michael, Reuter

Margitta Pöstgens gehört seit 20 Jahren zum Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde in Jüchen: "Es macht mir immer noch Spaß, die Gemeinde mitzugestalten." Zu ihren Aufgaben zähle der Besuchsdienst für Gemeindemitglieder ab 80 Jahren: "Das gibt mir sehr viel, da sich daraus oft Freundschaften entwickeln." Eine ehrenamtliche Tätigkeit kostet Zeit und Energie: "Ich kann Job und Kirche aber gut unter einen Hut bringen", erzählt Kathrin Panten, Lehrerin und Presbyterin in der evangelischen Gemeinde Kelzenberg, "weil es mir wichtig ist, meinen Glauben weiterzugeben." — Neben dem Glauben gehöre aber auch eine "ordentliche Portion Zeit und Energie" zur Tätigkeit im Presbyterium, sagt Bärbel Albers. Sie kümmert sich auch um die Kinder- und Jugendarbeit in der Jüchener Gemeinde.

Bärbel Albers (47) ist in Jüchen für Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich. Sie ist sich sicher, "dass sich die Kirche in eine Richtung entwickeln muss, so dass auch junge Menschen wieder Zugang finden." Foto: Michael, Reuter

Dass Presbyter unverzichtbar sind, betont Pfarrer Horst Porkolob: "Sie erscheinen zum Gottesdienst, um aus der Bibel zu lesen, beim Abendmahl zu helfen oder die Kollekte einzusammeln." Es sei "mehr als schade, dass die Kirchenbeteiligung immer mehr abnimmt." In diesem Jahr hätten sich viele Presbyter gemeldet, wie es Stellen gab. Eine Wahl sei überflüssig gewesen.

(NGZ)