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Korschenbroich: 300 Freiwillige sammeln Müll

Korschenbroich : 300 Freiwillige sammeln Müll

An neun Stationen im Stadtgebiet packten rund 300 freiwillige Helfer am Samstagvormittag an, um beim Korschenbroicher "Kehr-Aus" mitzumachen. Knapp elf Tonnen Abfall wurden gesammelt und entsorgt.

So grau und regnerisch der Samstagvormittag auch war: An neun Stationen im Stadtgebiet fanden sich gut 300 Freiwillige ein, um beim "Korschenbroicher Kehr-Aus" mit anzupacken. Sie befreiten die Landschaft von Müll, den andere achtlos weggeworfen hatten. Insgesamt kamen knapp elf Tonnen Abfall zusammen — ungefähr so viel wie in den Vorjahren.

Am Kulturbahnhof starteten Heimatverein und SPD-Ortsverein Korschenbroich mit jeweils vier Teilnehmern. Auf den Gleisen Müll zu sammeln, war ihnen von der Bahn nicht erlaubt worden. Im Umfeld des Bahnhofs bückten sich die Ehrenamtler hauptsächlich, um leere Flaschen und Pappbecher aufzuheben. Aber sie fanden auch ein halbes Dutzend geknackter Fahrrad-Ringschlösser. Gut zwei Stunden später ließen sich die Helfer die Linsensuppe schmecken, die Barbara Roman gekocht hatte.

Auf dem Gelände der Grundschule Liedberg hatte Simone Schmitt, bis vor kurzem Schulpflegschaftsvorsitzende, alles generalstabsmäßig vorbereitet, das Gebiet in sechs kleine Bezirke aufgeteilt. Holger Wilms aus Steinhausen hatte Tochter Amelie (4) mitgebracht — in der 30-köpfigen Gruppe waren viele Kinder. Bürgermeister Heinz Josef Dick, der in Glehn zu Handschuhen und Müllsäcken gegriffen hatte, fand jede Menge Flachmänner. Auch alter Teppichboden gehörte zu den Funden. Während in Glehn die CDU und die Grundschule zum Mitmachen aufgerufen hatten, waren in Pesch die Dorfgemeinschaft und die Jägerschaft zuständig.

Der stellvertretende Bürgermeister Heinz-Willi Türks registrierte zufrieden, dass viele Kinder mitmachten. Garantiert kein "Jägerlatein": In Pesch gehörten eine Geldbörse mit Kleingeld, ein Motorrad-Motor, alte Videobänder und rund 300 leere Flachmänner zu den Funden.

Georg Onkelbach (49), Leiter der Stadtpflege, erkannte schnell, dass die Müllmenge mit knapp elf Tonnen auf Vorjahresniveau liegt. Statt weiter die Landschaft zu verschandeln, wurde der Müll ordnungsgemäß entsorgt.

(NGZ)