1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Stadt schafft Punktlandung bei U3-Quote

Korschenbroich : Stadt schafft Punktlandung bei U3-Quote

Seit 2009 werden in Korschenbroich die Kitas schrittweise umgebaut. Bis zum 1. August muss die Stadt eine Quote von 35 Prozent vorhalten. "Mit 192 U3-Plätzen und 59 Tagesmüttern haben wir die Vorgaben erfüllt", sagt Heinz Josef Dick.

Der Ausbau der U3-Betreuung im Stadtgebiet ist zwar noch nicht komplett abgeschlossen, dennoch gibt's gute Nachrichten aus dem Korschenbroicher Rathaus: "Wir haben die von uns verlangte Betreuungsquote erreicht", erklärt Bürgermeister Heinz Josef Dick. Der Verwaltungschef spricht von einer Punktlandung mit Sahnehäubchen: "Wir liegen mit unseren 192 U3-Plätzen und den 59 Tagesmüttern bei einer Versorgung von 35,35 Prozent."

Bei aller Euphorie sieht Heinz Josef Dick auf die Stadt aber nun ein neues Problem zukommen: "Langfristig fehlen uns Kita-Plätze für die Drei- bis Sechsjährigen." Für ihn ist der Platzbedarf schon konkret greifbar. Unterm Strich heißt das: "Die Stadt braucht zwei neue Kindergärten – und das mittelfristig."

Bis zum 31. Juli 2013 muss die Stadt Korschenbroich zunächst für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz vorhalten. So sieht es der Gesetzgeber vor. "Wir sind auf einem guten Weg", hatte Dick in der Vergangenheit immer optimistisch herausgestellt. Sein Ziel war es stets, die vom Land vorgegebene Quote von 35 Prozent einzuhalten.

Die Umbauarbeiten in der Kleinenbroicher Kita Am Hallenbad stehen vor dem Abschluss. Schlaf-, Wickel- und Ruheräume fehlen hingegen noch komplett in Glehn. "Der Umbau an der Schulstraße wird noch in diesem Jahr beginnen", verspricht Dick. Auch wenn dort schon "provisorisch" eine U3-Betreuung angeboten wird, drängt Dick auf eine zeitnahe Umrüstung.

Insgesamt wurden in der Zeitspanne von 2009 bis 2013 in den zehn städtischen Kindertagesstätten – die Kita Schulstraße ist schon eingerechnet – rund 2,07 Millionen Euro verbaut. An der Investitionssumme beteiligten sich Bund und Land mit gut 1,7 Millionen Euro. Die Stadt Korschenbroich war mit einem Eigenanteil von 363 738 Euro gefordert. Dabei wurden die einzelnen Einrichtungen – je nach Aufwand und Größe – unterschiedlich finanziert. Hier variierten die Summen von 8400 Euro (Pestalozzistraße) bis zu 68 000 Euro (Josef-Thory-Straße).

Fest steht aber jetzt schon: Der U3-Ausbau schluckt Fläche. Damit reduziert sich automatisch der Platz für die Betreuung der Ü3-Kinder, zudem werden die Gruppen kleiner. Der Mangel wird von der Stadtverwaltung unterschiedlich kompensiert. Die Kita Hochstraße, sie zieht derzeit in die bisherigen Flummigumm-Räume, wird vorerst den alten Standort nicht aufgeben. "Wir brauchen das Gebäude eigentlich für die Kleinenbroicher Feuerwehr", skizziert Dick den drängenden Engpass. Doch bevor es keine Lösung gibt, wird in dem Haus zunächst eine neue Kita-Gruppe untergebracht. Anders verfährt die Stadt in Herrenshoff. Dort wird an der Schaffenbergstraße ein Pavillon eingerichtet. Die Arbeiten werden bis zum Start in das neue Kindergartenjahr am 1. August nicht abgeschlossen sein. Die geplante Verzögerung von etwa zehn Tagen nimmt Dick gelassen hin: "Diese Phase können wir überbrücken." Langfristig sieht er aber den Bedarf von zwei Neubauten: "Wir brauchen einen Kindergarten im Holzkamp und einen in Korschenbroich." Bei beiden hofft der Bürgermeister, kirchliche Träger für die notwendigen Einrichtungen begeistern zu können.

(NGZ)