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Tennis: Nur Stefan Seifert schnuppert am Punkt

Tennis : Nur Stefan Seifert schnuppert am Punkt

"Verlegenheitstruppe" des TC Blau-Weiss Neuss kassiert gegen Erfurt mit 0:6 die Höchststrafe.

Das Interessanteste gestern Nachmittag auf der Tennisanlage an der Jahnstraße waren die Zwischenstände von den anderen Plätzen. Das Geschehen auf der eigenen staubigen Asche war hingegen höchst einseitig und wenig erbaulich dazu aus Sicht des gastgebenden TC Blau-Weiss Neuss.

Allein die Sätze zwei und drei der Partie zwischen Stefan Seifert und Marc Gicquel vermochten die Zuschauer dazu bewegen, wenigstens für ein paar Minuten ihr Plätzchen im Schatten gegen eines in der gleißenden Sonne einzutauschen. War Seifert im ersten Satz gegen den bereits 36 Jahre alten Franzosen chancenlos gewesen, entdeckte er plötzlich sein Kämpferherz und brachte die Nummer 120 der Weltrangliste in arge Verlegenheit: Angetrieben von den für eine solche Abwechslung dankbaren Fans, entschied Seifert, von der ATP nur auf Position 380 notiert, Satz Nummer zwei im Tiebreak für sich. Und auch im Championstiebreak war der 28-Jährige beim Saisondebüt keineswegs chancenlos, musste sich am Ende aber mit 9:11 geschlagen geben.

So dicht schnupperte gestern sonst keiner aus der blau-weissen Verlegenheitstruppe am von Teamchef Dietmar Skaliks ("bitte nicht die Höchststrafe") so sehnlichst erhofften Punktgewinn. Am ehesten war dies noch bei André Begemann der Fall, doch der Doppelspezialist bot gegen den Franzosen Josselin Ouanna erneut ein Potpourri aus Klasseschlägen und leichten Fehlern, das folgerichtig in eine 3:6, 5:7-Niederlage gegen die Nummer 160 der Weltrangliste mündete.

Im "Spitzeneinzel" war Gianluca Naso trotz "himmlischen Beistands" auf der Bank durch den ehemaligen BW-Publikumsliebling Vincenzo Santopadre ebenso chancenlos gegen den Wimbledon-Viertelfinalisten Lukasz Kubot wie "Spielertrainer" Marius Zay bei seinem Bundesliga-Comeback gegen den Tschechen Jan Mertl. Der fegte dann gemeinsam mit Oliver Marach die Paarung Stefen Seifert/Kevin Deden regelrecht vom Platz, Begemann/Naso leisteten Kubot und Leos Friedl wenigstens etwas mehr Gegenwehr.

(NGZ)