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Handball: Neusser HV geht erst am Ende unter

Handball : Neusser HV geht erst am Ende unter

45 Minuten lang war der Drittliga-Aufsteiger dem TV Korschenbroich ebenbürtig und verliert doch mit 22:32.

So brutal kann Handball sein: 45 Minuten lang war der Neusser HV gestern Abend beim TV Korschenbroich ein ebenbürtiger Gegner, der durchaus Chancen hatte, die erneut nicht ausverkaufte Waldsporthalle als Sieger zu verlassen. Am Ende stand trotzdem ein 32:22-Sieg (Halbzeit 12:10) für die Hausherren auf der Ánzeigetafel, der in dieser Höhe unverdient war und nicht dem wahren Leistungsunterschied zwischen den beiden Drittligisten aus dem Rhein-Kreis Neuss widerspiegelt.

Denn 45 Minuten lang leisteten sich die Korschenbroicher im Angriff erneut einen spielerischen Offenbarungseid, lebten allein von dem gewohnt starken Routinier Almantas Savonis zwischen den Torpfosten und der gewohnt unangenehm zu spielenden Abwehr. Die Gäste, die nach 29 Minuten auf Jan Kerssenfischer verzichten mussten, der bei seinem Schlagwurf zum 9:10 im Gesicht getroffen wurde, zwei Mal auf dem Parkett zusammenbrach und schließlich ins Krankenhaus abtransportiert werden musste, hielten nicht nur spielerisch und kämpferisch dagegen, sondern waren in der Offensive sogar das ideenreichere Team.

So blieb die Partie, die von Beginn an unter extrem schwachen Leistungen der Unparteiischen Jan Behler und Marcus Johnen litt, bis zum 18:18 in der 44. Minute ausgeglichen. Dann machte sich bei den personell geschwächten Neussern der Verlust von Kraft und damit einhergehend von Konzentration bemerkbar.

Der TVK, der in Matthias Deppisch, Marcel Görden, Nicolai Zidorn, Christoph Gelbke und Johann Oesterwind (alle 5) seine besten Werfer nutzte, nutzte das gnadenlos aus. Gegen die immer konfuser werdenden Gäste, die zwischen der 48. und 54. Minute gänzlich ohne Torerfolg blieben, spielten die Gastgeber vor offiziell 632 Zuschauern ihre Konterstärke aus und fügten dem NHV, für den Thomas Bahn (6), Lukas Schlösser und Viktor Fütterer (beide 5) am häufigsten trafen, die zweite zweistellige Niederlage innerhalb von einer Woche zu – doch die fiel eindeutig zu hoch aus.

(NGZ)