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Fußball: Endlich ist das Glück zurück in Uedesheim

Fußball : Endlich ist das Glück zurück in Uedesheim

Mit dem zweiten Saisonsieg im Rücken erwartet das Kellerkind der Oberliga morgen den individuell stark besetzten TuS Bösinghoven.

Dass zum Fußball neben einer Menge Können auch immer eine gute Portion Glück gehört, mussten die Oberliga-Fußballer des SV Uedesheim in dieser Saison leidvoll erfahren. Die ersten sechs Partien waren allesamt verloren gegangen – und nicht immer waren die Jungs von Trainer Ingmar Putz dabei die schlechtere Mannschaft.

Seit Mittwochabend und dem 2:0 in Baumberg aber ist das Glück zurück in Uedesheim: Nach "richtig starker Leistung in der ersten Hälfte" (Putz) durften die Gäste froh sein, dass die nun aktiveren Sportfreunde in den zweiten 45 Minuten trotz guter Möglichkeiten leer ausgingen. Ein schlechtes Gewissen hat Putz deshalb jedoch nicht: "Das muss auch mal sein." Das Match ist für ihn ohnehin längst abgehakt, das morgige Heimspiel gegen den TuS Bösinghoven soll den Start einer "kleinen Miniserie" markieren, sagt er vorsichtig. "Optimal wäre, wir würden aus den nächsten beiden Spielen gegen Bösinghoven und Sonsbeck vier Punkte holen."

Leichter gesagt als getan, denn individuell ist die Truppe aus Meerbusch, die zwischenzeitlich sogar von der Tabellenspitze grüßte, bestens bestückt. Nur ganz schwer zu kontrollieren ist zum Beispiel Kevin Dauser. Der bislang schon neunmal erfolgreiche Stürmer verfügt nämlich nicht nur über einen strammen und platzierten Schuss, sondern ist auch körperlich so robust, dass ihm das Leder im Sturmzentrum nur ganz schwer abzujagen ist. Dazu besitzt er die beneidenswerte Fähigkeit, seine Mitspieler in günstiger Position einzusetzen.

Wie viele seiner Teamkollegen hat Dauser Regionalliga-Erfahrung, sogar schon in der 2. Bundesliga für Fortuna Düsseldorf im Einsatz war der als spielender Co-Trainer zum TuS zurückgekehrte Robert Palikuca. Putz kennt den Gegner genau, ist er mit den Bösinghovenern doch über einen seiner Sportläden auch geschäftlich verbunden. Für morgen etwa hat der TuS kurzfristig noch einen Satz weißer Trikots geordert. "Eine Farbe, die auf Asche allerdings gar nicht gut kommt", witzelt Putz.

Ziemlich ernst ist derweil die Verletzung von Benedikt Günther. Nach einem Schlag in den Unterleib beim Spiel in Baumberg hatten sich beim Uedesheimer Hämatome gebildet, die am Donnerstag sogar eine Operation nötig machten. Bereits heute darf der 25-Jährige das Krankenhaus wieder verlassen, die Ärzte haben ihm jedoch ein zweiwöchiges Spielverbot auferlegt. Ausgesprochen bitter findet Putz auch den Ausfall des inzwischen an der Schulter operierten Bartosz Siedlarski. Den flinken Offensivmann hätte er sich nämlich gut als Ergänzung zu seinem von Lukas Koziatek, Ismail Cakici und Andrej Hildenberg, der nach seiner Rückkehr in die Mannschaft schon wieder zwei Tore erzielt hat, gebildeten Kreativtrio vorstellen können. Özkan Teke hatte in Baumberg trotz Erkältung sein bestes Saisonspiel gemacht.

(NGZ)