Korschenbroich: Mehr Fahrgäste im Bürgerbus

Korschenbroich : Mehr Fahrgäste im Bürgerbus

Seit dem 6. April bietet der Bürgerbus eine Alternative, sich innerhalb Korschenbroichs ohne Auto zu bewegen. Das Interesse am neuen Verkehrsmittel ist nach anfänglichen Schwierigkeiten gestiegen.

Vor knapp zwei Monaten startete der "Bürgerbus Korschenbroich". Es ist ein guter Anfang der Verkehrs-Alternative, die der Verein "Bürgerbus Korschenbroich" initiiert hat. Mit einem weißen Mercedes Sprinter werden bis zu neun Fahrgäste von einem ehrenamtlichen Fahrer im Raum Korschenbroich befördert. "Wir sind zufrieden. Nach normalen Schwierigkeiten zu Beginn haben wir nun steigende Nutzerzahlen", erklärt Hubert Tokloth, zweiter Vorsitzende vom "Bürgerbus Korschenbroich".

Der Verein war mit dem Ziel angetreten, "die einzelnen Stadtteile besser zu verbinden", erzählt Tokloth, der auch als einer von 40 ehrenamtlichen Fahrern tätig ist. "Wir haben mittlerweile schon Stammkunden. Bei meinen Fahrten bedanken sich viele dafür, dass sie jetzt viel schneller von Ort zu Ort kommen und zum Beispiel besser einkaufen können."

Ziel: 1100 Fahrgäste im Monat

Bislang nutzen etwa 260 Menschen pro Monat diesen Service. Der Bus fährt innerhalb von Glehn, von Glehn nach Korschenbroich und zurück, und von Glehn nach Kleinenbroich und zurück. "Unsere Fahrer legen etwa eine Strecke von 280 Kilometern am Tag zurück", sagt Tokloth. Um aber komplett kostendeckend zu arbeiten, benötigt der Verein etwa die vierfache Anzahl von Gästen, "so etwa 1100 Passagiere im Monat", sagt Tokloth. Er ist guter Dinge, dass dies zu zu schaffen sei. "Wir sind in Nordrhein-Westfalen der bereits 90. Bürgerbus-Verein. So viel ich weiß, arbeiten fast alle kostendeckend."

Zuversicht gibt ihm neben den steigenden Beförderungszahlen auch die Tatsache, dass sich drei Interessierte als neue Fahrer ehrenamtlich engagieren wollen. "Das zeigt, dass unsere Idee angenommen wird", so Tokloth. Diese drei Fahrer müssen nun noch medizinisch und fahrtechnisch den Nachweis erbringen, Personen befördern zu können. Und auch was die Pünktlichkeit angeht, scheint der Bügerbus neue Qualitätsmaßstäbe zu setzen. "Wir im Verein sind sehr erfreut über den Einsatz und die Pünktlichkeit aller Fahrer", bekräftigt Tokloth. Da stört es auch nicht, dass es bereits den ein oder anderen Lackschaden gab.

Tokloth liegt vor allem am Herzen, dass der Bus "offen für alle Altersklassen ist. Obwohl etwa 60 Prozent der Beförderten Senioren sind, ist das kein Bus für Alte". Um diese Botschaft und die des Busses weiter zu verbreiten, möchte der Verein am 4. Juli beim Straßenfest "Glehn aktiv" einen Informationsstand aufbauen. Zusätzlich werden noch Fahrpläne für den Bürgerbus an verschiedenen Stellen der Stadt ausgelegt. "Denn der Bedarf an guten Verbindungen innerhalb Korschenbroichs ist in der Bevölkerung definitiv vorhanden", betont Tokloth.

(NGZ)
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