1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: Frische Ideen im Spiel- und Bürgerverein

Jüchen : Frische Ideen im Spiel- und Bürgerverein

Der Spiel- und Bürgerverein Holz steht vor einem Generationenwechsel. Die Nachfolger stehen schon bereit.

Wenn man früheren Äußerungen von Hartmut Schmitz glaubt, möchte der Präsident des Spiel- und Bürgervereins Holz sein Amt, das er seit 1972 ausübt, im kommenden Jahr in jüngere Hände legen. Nun scheint Schmitz diesem Wunschziel ein Stück näher gekommen zu sein, denn es gibt vier junge Leute, die sich sehr engagiert in verschiedene Aufgabengebiete einarbeiten und untereinander gut verstehen. Schmitz äußert sich zufrieden: "Die vier arbeiten sehr gut – ich kann die Arbeitserleichterung merken."

Christian Mostert, 29 Jahre jung und Schützenkönig 2011, ist eines der Vorstandsmitglieder. Er hatte immer schon bei Dorffesten geholfen, war regelmäßig bei allen Versammlungen dabei und erklärt heute: "Ich bin in der Dorfgemeinschaft und mit dem Verein aufgewachsen." Jetzt ist er in Nachfolge von Arnd Romboy Geschäftsführer für die Spielabteilung des Vereins, denn es gibt beim Spiel- und Bürgerverein Holz nach wie vor alle Vorstandspositionen zweifach – also auch zwei Geschäftsführer. "Wir sind aus zwei Vereinen entstanden und sollten uns die Option offen halten, weil wir ja noch einen Sportplatz haben," stellt Daniel Dürselen klar. Der 29-Jährige ist in Nachfolge von Sebastian Bronheim Geschäftsführer des Bürgervereins. Dürselen und Mostert betonen jedoch: "Wir machen alles gemeinsam zur Entlastung unseres Präsidenten."

Dass der Beruf mehr denn je sehr viel Kraft und Zeit fordert, wissen die jungen Leute längst am eigenen Beispiel. Und so haben sie ihre Art der Kommunikation verändert – das geschieht inzwischen überwiegend übers Internet. Daniel Dürselen arbeitet in Düsseldorf bei "Metro Systems", Christian Mostert ist bei 3M in Jüchen angestellt.

Roland Herrmann (29) arbeitet beim Kreis Neuss, wohnt in Mönchengladbach und kümmert sich im Rahmen einer erweiterten Vorstandsarbeit um die Internetseite und Öffentlichkeitsarbeit. Obwohl er nicht in Holz wohnt, ist Herrmann fast bei jeder Veranstaltung präsent. Ein wichtiger Mann für den Verein ist auch Markus Königs (26), der sich für die Jugendarbeit und Jugendförderung engagiert. Alle vier sind sich einig: "Es läuft gut, und es braucht wirklich nicht alles geändert zu werden." Doch man solle nicht verkennen, dass alle Schulen und Einrichtungen nicht in Holz sind und dass sich Freundeskreise verlagern. Es sei deshalb schwieriger, die Jugendlichen ans Schützenfest heran zu führen.

Markus Königs hat sich bei Veranstaltungen wie dem Holzer Dorffest für Kinder und Jugendliche eingebracht. "Es waren richtig viele Kinder da", freut er sich. Königs, Herrmann, Mostert und Dürselen sind der Überzeugung: "Man sollte nicht gleich Schwarz sehen, weil sich zum Schützenfest nicht auf Anhieb ein neuer König gemeldet hat – wir sind jetzt auf einem guten Weg." Zum Problem des noch immer nicht fertig gestellten Bürgerhauses erklären sie: "Wir warten auf die Behebung der Mängel durch die Baufirma."

(NGZ)