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Basketball: TG Neuss kassiert ganz bittere Niederlage

Basketball : TG Neuss kassiert ganz bittere Niederlage

Eine verzögerte Ergebnisanzeige kostet die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen womöglich das Spiel

Nein, vom Glück verfolgt sind die Zweitliga-Basketballerinen der TG Neuss in dieser Saison wahrlich nicht. Gegen Berlin unterlagen sie erst in den Schlusssekunden und auch beim 80:81 (Halbzeit 32:34) am Samstag gegen den fast sicheren Play-off-Kandidaten TSV Quakenbrück fand der Krimi für sie in der Verlängerung kein Happy End.

Diesmal traf die Gastgeberinnen das Finale wie ein Schock. Mit noch fünf Sekunden auf der Spieluhr initiierten die Dragons den letzten Angriff. Weil die Anzeigetafel zunächst einen 79:80-Rückstand der TG auswies, stoppte Connie James mit einem schnellen Foul die Uhr. Fatalerweise stand es jedoch 80:80, aber als das Ergebnis auch auf dem Tableau auftauchte, war es zu spät. Die Gäste nutzten einen ihrer beiden Freiwürfe, Neuss blieben danach nur noch 2,7 Sekunden für eine verzweifelte Schlussattacke. James hielt von jenseits der Mittellinie drauf, doch der Ball tropfte vom Ring zurück ins Spielfeld.

Vorwürfe an die todtraurige US-Amerikanerin gab es jedoch nicht. "Klar, von einem Profi erwartest du, dass sie weiß, wie es steht. Aber Fehler passieren halt, das ist menschlich", sagte TG-Trainerin Janina Pils. Sie fand es einfach schade, dass ihre nun seit drei Spielen sieglose Mannschaft damit ohne Lohn für einen starken Auftritt blieb. An dem Missgeschick ihrer Spielmacherin wollte sie die bittere Niederlage ebenso wenig festmachen wie an "unseren vielen blöden Ballverlusten. Woran es letztlich gelegen hat, kann ich gar nicht sagen. Hätte das Spiel fünf Sekunden länger gedauert, hätten wir vielleicht gewonnen und stünden jetzt auf Platz vier". Fakt ist, dass ihre Mädels große Mühe hatten, die beiden Profis der Dragons zu kontrollieren. Aufbauspielerin Brittany Moore (22 Punkte) und Centerin Hannah Sunley-Paisley (26 Punkte/10 Rebounds) ergaben für die Neusserinnen einen nur schwer zu verteidigenden Mix aus Schnelligkeit, Athletik und Größe. "Du kannst denen im Angriff nicht alles wegnehmen", stellte Pils fest.

In der Verlängerung wäre die TG sicher im Vorteil gewesen, saß doch Sunley-Paisley mit ihrem fünften Foul auf der Bank, die ihr Coach Ralf Rehberger nach endlosen Diskussionen mit den Schiedsrichtern bereits hatte verlassen müssen. Pils ersparte sich öffentlich jeden Kommentar über die Leistung der Unparteiischen und verwies stattdessen auf die insgesamt 76 Freiwürfe. "Und das in einem ganz normalen Spiel." Weiter geht es für Neuss mit dem Gastspiel der BG Göttingen. Pils: "Es wird nicht leichter."

(NGZ)