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Reitsport: Derbysieger reitet auf einer Welle des Erfolgs

Reitsport : Derbysieger reitet auf einer Welle des Erfolgs

Auch beim Turnier des RV Uedesheim-Stüttgen lässt Gilbert Tillmann im schwersten Springen die gesamte Konkurrenz klar hinter sich.

Und schon wieder war es ein Sonntag ganz nach seinem Geschmack, nämlich ein siegreicher: Seit seinem Derby-Triumph reitet Gilbert Tillmann auf einer Erfolgswelle, die er nach seinem Sieg bei den Kreismeisterschaften vor einer Woche fortsetzte. Der Grevenbroicher sicherte sich im "Großen Preis" beim Turnier des RV Uedesheim-Stüttgen rund um Gut Neuwahlscheid gleich die ersten beiden Plätze.

Zwar blieb der Hufschmied, der für den RC Gut Neuhaus startet, mit keinem seiner beiden Pferde in der Siegerrunde des S*-Springens fehlerfrei, aber dennoch war der 31-Jährige nicht zu schlagen. Sowohl mit dem französisch gezogenen Leviens des Cabanes als auch mit dem erst siebenjährigen Zweibrücker Hadjib kassierte Tillmann einen Abwurf, lieferte aber die beiden schnellsten Vier-Fehler-Ritte.

Damit sicherte er sich mit Leviens des Cabanes — der 14-jährige Fuchswallach ist seit dem Abschied von Hello Max seine Nummer eins im Stall auf Gut Neuhaus — die goldene Schleife (42,57 Sekunden); mit Hadjib, mit dem er sich zuvor den Sieg im S* bei den Kreistitelkämpfen holte, gab es die silberne Schleife (44,28 Sekunden). "Wahnsinn, ein toller Erfolg", freute sich der Derby-Sieger. Denn ausgerechnet Leviens des Cabanes hatte ihm Kopfzerbrechen beschert. Der Wallach sprang in den vergangenen Wochen nicht so gut wie gewohnt. "Jetzt ist er wieder ganz der alte", sagt sein Reiter.

Platz drei in dem schwersten Springen des Turniers, das wie erwartet eine äußerst spannendes Angelegenheit war, ging an einen Reiter vom gastgebenden RV Uedesheim-Stüttgen: Christian Weyen. Auch bei dem Kaarster Dachdeckermeister und dem routinierten braunen Wallach Anpilot, inzwischen 18 Jahre alt, klapperte es einmal im Parcours, doch mit 48,14 Sekunden konnte er die Vorjahressieger Stephan Hilgers und Esquire (RFV Hilgershof) in Schach halten, die auf Rang vier landeten.

Einen großen Heimsieg landeten die Uedesheimer Aktiven in der Dressur. Sarah Clören dominierte mit ihrem eleganten Hannoveraner Rappen Collin die erste Abteilung der schwersten Dressurprüfung, die M*. Das Paar bestach im Viereck nicht nur mit Präzision, sondern auch mit Dynamik — und wurde von den Richtern mit der Wertnote 7,7 belohnt. Unerreichbar für die Konkurrenz. Mithalten konnte da lediglich Sarah Wahl mit dem Ponyhengst Valido's Highlight, die mit der Wertnote 7,5 die zweitbeste Leistung und damit Platz eins in der zweiten Abteilung für sich beanspruchte. Julia Wann (Neuss-Grefrather RC) trabte mit Dr. Jackyl auf Platz zwei (7,2/Abteilung eins), das Paar hatte tags zuvor die L-Dressur auf Kandare überlegen gewonnen. Eine silberne Schleife in der M* gab es auch für Chantal Stadler (RV St. Johannes Waat) auf Rossi S (6,8).

Und auch in der L*-Dressur auf Trense war es eine Uedesheimer Reiterin, die sich über die goldene Schleife freute. Vanessa Krüger zeigte mit Duke of York, einem 15-jährigen rheinischen Wallach, die beste Leistung in dieser Prüfung. Mit der Wertnote 6,7 gab es die goldene Schleife. "Das waren tolle Vorstellungen", freute sich Konrad Kronenberg, Vorsitzender des RV Uedesheim-Stüttgen, über die Erfolge "seiner" Reiter. "Aber auch alle anderen Aktiven haben sehr gute Leistungen geboten." Auch organisatorisch sei alles rund gelaufen, sagt der Hufschmied, der die Kondition von Zwei- und Vierbeinern bei den heißen Temperaturen, vor allem am Freitagnachmittag, lobte. "Bei den Temperaturen haben wirklich alle ganz schön geschwitzt, aber das hat sich gelohnt."

(rosz)