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Korschenbroich: Buretheater probt fleißig neues Stück

Korschenbroich : Buretheater probt fleißig neues Stück

Das Buretheater Glehn zeigt in seinem Jubiläumsjahr das Stück "König Köbes I.". In der Spielstätte der Darsteller – dem Frangensaal – wird daher eifrig geprobt. Zudem wurde der Saal zum 25-jährigen Bestehen des Theaters herausgeputzt.

Die Hitze steht im Frangensaal. Noch riecht es nach frischer Farbe, einige Eimer vom Anstreichmarathon stehen noch neben den Wänden, eine Leiter steht direkt unter dem Kronleuchter, der in der Sonne glitzert: Das Glehner Buretheater putzt den Frangensaal für die Spielzeit heraus. Rund 6000 Euro werden investiert. Der Frangensaal soll zum 25-Jährigen der Theatertruppe besonders schön aussehen. Seit 1988 bringen die Darsteller alle zwei Jahre unterhaltsame Schauspiele auf die Bühne. Die nächste Spielzeit startet am 25. Oktober – und das bedeutet: Die Proben gehen in die heiße Phase.

Einstudiert wird an diesem Abend gerade eine Szene aus dem vierten Akt des Stücks "König Köbes I.". Martina Heuser, Vorsitzende und Spielleiterin des Buretheaters, ist schon sehr zufrieden mit dem, was sie sieht. Trotzdem muss die Szene gleich noch mal geprobt werden. Ein paar Bewegungen auf der Bühne müssen noch besser sitzen. "Alles in allem sind wir aber schon sehr gut aufgestellt", betont Heuser.

Es geht locker zu in der Darsteller-Riege. Da wird geflachst und gelacht, man merkt jedem einzelnen an, mit wie viel Freude er bei der Sache ist. Vor der Bühne sind einige Tische aufgebaut. Cola, Wasser, Chips und Erdnussflips stehen darauf. Wer nicht aktiv auf der Bühne mitwirken darf, kann es sich so gemütlich machen wie bei einem Fernsehabend – und sitzt so gemütlich in der ersten Reihe, wie es die Werbung eines TV-Senders eigentlich für sich reklamiert.

Zweimal die Woche probt das Buretheater jeweils zweieinhalb Stunden, damit zur Premiere im Oktober alles sitzt. Einige der Mitwirkenden kennen das Stück bereits bestens: "König Köbes I." ist jenes Schauspiel, das bereits im Gründungsjahr 1988 vom Buretheater gezeigt wurde. "Hans-Peter Menzen hat den Text aber noch mal ein bisschen überarbeitet", sagt Heuser. Menzen ist sozusagen der Vater des Buretheaters: Auf seine Initiative hin wurde es vor einem Vierteljahrhundert aus der Taufe gehoben. Noch immer unterstützt er die Darsteller gerne abseits der Bühne.

In "König Köbes I." wird das irrwitzige Treiben rund um einen Vogelschuss gezeigt. Die liebevoll "Köbes" genannte Hauptfigur Jakob bringt es dabei gegen alle Widerstände seiner Ehefrau zum Schützenkönig. Schließlich gelingt es ihm gar, sie zu einer begeisterten Verfechterin des Sommerbrauchtums zu machen. Gekleidet sind die Damen dabei äußerst schick. Joachim Schröder vom Buretheater verrät: "Die Kleider wurden von ehemaligen Glehner Schützenköniginnen zur Verfügung gestellt." Manch Zuschauer schnalzt beim Anblick schon mal mit der Zunge: "Ein Augenschmaus."

Vom 25. Oktober bis 15. Februar wird das Stück im Frangensaal gezeigt. In diesem Zeitraum wird es insgesamt 23 Aufführungen geben. Der Kartenvorverkauf startet am Donnerstag, 3. Oktober. Von 9 bis 14 Uhr gibt's die Karten dann im Frangensaal zu kaufen.

(NGZ)