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Fußball: Chiquinhos Bubi-Elf gibt ihre Heimpremiere

Fußball : Chiquinhos Bubi-Elf gibt ihre Heimpremiere

Nach dem glanzvollen 3:0-Sieg zum Saisonauftakt in Baumberg kickt der Fußball-Oberligist am Sonntag gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen.

Gut, dass seine junge Truppe zum Saisonauftakt die offenbar vom Pokalfieber erfassten Sportfreunde Baumberg (treffen morgen auf Ingolstadt) mit 3:0 vom Feld fegen würde, damit hatte auch Coach Chiquinho nicht unbedingt gerechnet. Doch so ganz überraschend traf die Galavorstellung des personell neu formierten Fußball-Oberligisten SC Kapellen den Ex-Profi nicht. "Die Mannschaft mag unerfahren sein, aber die Jungs sind intelligent – da steckt unheimlich viel Qualität drin."

Davon kann sich am Sonntag auch Kapellens treuer Anhang ein Bild machen, wenn es im heimischen Erftstadion gegen den ETB SW Essen geht. Der hat zwar sein erstes Match gegen den Regionalliga-Absteiger MSV Duisburg II mit 1:2 verloren, ist personell jedoch bestens aufgestellt. Das Team von Trainer Uwe Janßen, der in seinem Job vom früheren Fußball-Nationalspieler Matthias Herget (Sportlicher Leiter) unterstützt wird, kann auf eine eindrucksvolle Vorbereitung zurückblicken: Auf den 2:0-Erfolg im Essener Derby beim Stadtnachbarn Rot-Weiss war ein ansprechendes 1:4 gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen gefolgt. Zum Abschluss hatten die Schwarz-Weißen den Westfalen-Oberligisten TuS Heven mit 7:0 abgefertigt.

Dagegen setzt der SCK auf die Euphorie der Jugend. Gegen Baumberg standen in Ömer Okyar, Germanos Ioannidis und Celal-Can Yücel drei Kicker in der Startformation, die in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend gespielt hatten. Zusammengehalten wird das Ganze von erfahreneren Spielern, wie Robin Kreis (22), Frederic Leufgen (24), Lars Faßbender (27) und Ede Ungefug (25). Die Fäden laufen zusammen bei Neuzugang Robert Wilschrey, der trotz seiner erst 24 Jahre als unumstrittene Führungskraft gilt. Dass der auf einen Profivertrag wartende Holzheimer in Baumberg in jeder Beziehung Vollgas gab, freute Chiquinho ganz besonders: "Man merkt, er hat richtig Bock auf Fußball. Er ist – wie die anderen auch – über die Schmerzgrenze hinaus gegangen und hat im Mittelfeld nicht einen Zweikampf verloren." Nicht umsonst trug der ehemalige Aachener zum Auftakt für den wegen urlaubsbedingten Trainingsrückstands erst in der zweiten Hälfte eingewechselten Dalibor Cvetkovic die Kapitänsbinde.

Den Einzelnen über das Team zu erheben, ist freilich seine Sache nicht. Und so wird der ehemalige Gladbacher nicht müde, auf die Bedeutung des gesamten Kaders für den Erfolg hinzuweisen. "Ich brauche alle: Die, die auf dem Platz stehen genauso wie die, die erst mal nur auf der Bank sitzen oder gar nicht im Spielkader stehen." Auch verletzte Spieler, wie etwa Stephan Wanneck, seien unheimlich wichtig, weil sie sich voll einbrächten. Dabei gelte "Safety first", sagt er: "In der Abwehr will ich kein Risiko."

(NGZ)