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Rudern: Ruderer treten vor heimischer Kulisse an

Rudern : Ruderer treten vor heimischer Kulisse an

Der dritte Renntag der Ersten und Zweiten Runder-Bundesliga steigt morgen auf der Regattabahn in Duisburg-Wedau.

Zuerst Frankfurt, dann Rüdersdorf (bei Berlin) – an den beiden ersten Renntagen der Ruder-Bundesliga sammelten die RheinSprinter Düsseldorf/Neuss und der Achter des Neusser RV schon bei der An- und Abreise kräftig Kilometer. Das ist morgen komplett anders, findet die dritte Runde doch auf der Regattabahn an der Kruppstraße in Duisburg-Wedau statt.

In der langen Sommerpause – der letzte Ligaeinsatz liegt gut zwei Monate zurück – sind die in der 1. Liga auf Rang neun geführten Ruderinnen des RC Germania Düsseldorf und des Neusser RV nicht untätig gewesen. Bei der angesagten Sprintregatta "NightRow" auf der Alten Donau in Wien verpassten die RheinSprinter als Vierte nur haarscharf den Sprung aufs Siegertreppchen. Noch besser lief es beim 15. Ruhrsprint Bochum/Witten, den das Team um Susanne Angenendt nach 500 Metern auf Rang eins beendete. "Auch die Trainingseinheiten in Düsseldorf und Neuss wurden dank der beiden Trainer Kristian Hachenberg und Christian Stoffels regelmäßig mit hoher Motivation absolviert", versichert die für die Pressearbeit zuständige Dorothea Redmann.

Dazu sind personelle Verstärkungen an Bord gegangen: Alexandra Höffgen, mit dem Deutschland-Achter frischgebackene Bronzemedaillengewinnerin bei den U23-Weltmeisterschaften im österreichischen Ottensheim, nimmt in Duisburg ihren Platz auf der Backbordseite ein. Nicole Geerkens, die auf den ersten Regatten den Neusser Männer-Achter gesteuert hatte, soll nun die RheinSprinter zur Höchstform antreiben. In ihrem ersten Duell treffen sie morgen (10.06 Uhr) auf die in der Tabelle einen Platz hinter ihnen postierten Hamburg-Sprinter.

Der Männerachter des Neusser Rudervereins, als Zehnter der Zweiten Bundesliga, vom Abstieg bedroht, bekommt es morgen (9.45 Uhr) zunächst mit dem Gießen-Achter (5.) zu tun. In Stimmung brachte sich die Mannschaft aus der Quirinusstadt beim mittlerweile legendären Achter-Rennen über 2500 Meter im Rahmen des Mega-Events "Kölner Lichter".

"Eine unglaubliche Erfahrung, wenn maximal zehn Achter auf dem Rhein unter tobendem Beifall der Zuschauer den Kölner Dom passieren", sagt das Crewmitglied Wolf-R. Strauß. Dass es diesmal nach dem Sieg im vergangenen Jahr nur zum achten Rang gereicht hat, sieht er darum relativ entspannt. "Es waren schließlich auch zwei Neulinge mit im Boot, die noch nie ein Rennen in einem Gig-Achter auf dem Rhein bestritten haben."

Für den dritten Saisoneinsatz in der 2. Bundesliga haben die Neusser eine personelle Veränderung vorgenommen. Sebastian Kutter, ansonsten in Diensten RWTH-Achters in Aachen, wechselt von der Schlagposition ins Mittelschiff auf Steuerbord und macht damit Platz für den aus dem niederländischen Groningen nach Neuss zurückgekehrten Markus Nolden. Dazu Strauß: "Dieser Wechsel hat im Achter neue Impulse freigesetzt. Die müssen wir jetzt aber im Rennen auch umsetzen."

(NGZ)