Tennis: Spadzinskis Vorhand rettet RTC den Sieg

Tennis : Spadzinskis Vorhand rettet RTC den Sieg

RTC-Damen und -Herren stehen in der Niederrheinliga an der Spitze. Die Lintorferinnen führen sogar die Regionalliga verlustpunktfrei an.

Die Damen des Lintorfer TC marschieren in der Regionalliga weiter vorne weg. Beim TC Moers 08 II setzten sich die Gäste souverän mit 7:2 durch. Bereits nach den Einzeln war die Partie entschieden, da nur Katharina Mirau im Champions-Tiebreak ihr Match knapp verlor. Lisa Krohnen-Dauser hingegen setzte sich im Champions-Tiebreak nach einem 2:5-Rückstand mit 10:5 durch. Mannschaftsführerin Daniela Kalthoff gab nicht einmal ein Spiel ab und versicherte später scherzend: "6:0, 6:0 – ich hab aber gespielt." Überraschend, dass die Lintorferinnen sogar zwei Doppel gewannen, die in dieser Saison eher nicht zu ihren Stärken zählen. Nach vier von sieben Spielen steht der LTC als einziges Team verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Darf die Mannschaft denn überhaupt aufsteigen? "Es war vor der Saison nicht unser Ziel", antwortet Daniela Kalthoff. "Aber warum sollten wir nicht dürfen? Wir werden den Titel sicher nicht abschenken."

Die zweite Damenmannschaft des Ratinger TC (RTC) Grün-Weiß, die in der Niederrheinliga Meister werden wollen, mussten hart kämpfen, ehe der knappe 5:4-Sieg bei Blau-Weiß Flüren perfekt war. Anfangs sah es sogar richtig schlecht aus, als die Ratingerinnen in den Einzeln 1:3 zurücklagen, aber Olga Brozda und Danielle Harmsen gewannen ihre Einzel, so dass es vor den Doppeln 3:3 stand.

Hier glückte den Ratingerinnen ein Schachzug. Für die erst 16 Jahre alte Pauline Holterbosch, die im Doppel aufgrund fehlender Erfahrung noch nicht so stark ist, brachten sie Sandra Spadzinski. Die 28 Jahre alte angehende Lehrerin, die seit zwölf Jahren für den RTC aufschlägt und früher gemeinsam mit Olga Brozda in der ersten Mannschaft spielte, kam verspätet von einer Hochzeit nach Wesel, was sich aber auszahlen sollte. Gemeinsam mit Brozda gewann sie nämlich das entscheidende Doppel 6:1, 6:3. Spadzinski spielte mit guter Vorhand wie immer solide. Auf die Mannschaftsführerin ist eben Verlass.

Die Herren des RTC Grün-Weiß marschieren in der Niederrheinliga erwartungsgemäß in Richtung Meisterschaft. Gegen den Club Gold-Weiss Wuppertal setzten sie sich souverän mit 7:2 durch. Nach den Einzeln war die Partie entschieden, weil nur Andriej Kapas an Position drei sein Match im Champions-Tiebreak unglücklich mit 14:16 verlor. Dabei hatte er sich nach einem 4:9-Rückstand zurückgekämpft und beim 10:9 sogar einen Matchball gehabt, aber vergeben. Spannend war es auch beim Spitzenspieler Ivan Bjelica, der aber ebenso im Champions-Tiebreak gewann wie Eric Baum an Position sechs. Die Spiele von Grzegorz Panfil, Christian Rohling und Mateusz Szmigiel waren hingegen deutlich.

"Das war ein sehr entspannter Spieltag", meinte RTC-Sportwart Daniel Meier, zumal der direkte Konkurrent Dümpten in Oberhausen überraschend verloren hat. "Jetzt könnten wir uns theoretisch sogar eine Niederlage leisten, aber das werden wir nicht."

Schlecht sieht es hingegen für die Herren des Lintorfer TC aus, die ihr wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Verbandsliga beim TC Bovert mit 4:5 verloren.

(peer)
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