Ratingen: Ratingen liegt bei der Kaufkraft vorne

Ratingen : Ratingen liegt bei der Kaufkraft vorne

Der Dumeklemmer gibt jährlich 6541 Euro für den Einzelhandel aus und liegt damit NRW-weit auf Platz drei.

Die Dumeklemmer-Stadt gehört zu den drei kaufkräftigsten Kommunen in Gesamt-NRW. Während mehr als jede dritte Stadt in NRW mit einer ungünstigen Kaufkraftprognose kämpft, steht Ratingen bestens da. Mehr Kaufkraft gibt es nur in Meerbusch (Platz 1) und Odental. Ratingen folgt auf Platz drei vor Wachtberg, Pulheim und Düsseldorf. Das geht aus einer aktuellen Marktstudie der CIMA Beratung + Management GmbH in Köln hervor.

Die Untersuchung befasst sich mit der räumlichen Verteilung der Kaufkraft in Nordrhein-Westfalen. Während das Bundesland nach Angaben der Experten aufgrund seiner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt leicht überdurchschnittlichen Kaufkraft sehr gut dasteht, zeigen sich innerhalb von Nordrhein-Westfalen jedoch deutliche regionale Unterschiede: "Es gibt klar erkennbare Verlierer und Gewinner."

Aufbauend auf den Ergebnissen des Statistischen Bundesamts ermittelt die CIMA jährlich die Verbrauchsausgaben der privaten Konsumenten auf Bundesebene. Mit Rückgriff auf die gemeindescharfen Kaufkraftkennziffern wurde die CIMA-Kaufkraftstudie 2014 für Nordrhein-Westfalen erstellt. Dabei zeigt sich, dass die kaufkraftstärkste Region die Rheinschiene mit den Städten Düsseldorf, Köln und Bonn als Zentren und ihren dazugehörigen Speckgürteln ist.

Die kaufkraftschwachen Regionen hingegen liegen in der ländlichen Peripherie des Landes. Nicht das oft beachtete Ruhrgebiet ist somit das Sorgenkind von Nordrhein-Westfalen, wobei auch dort viele Städte und Gemeinden nur eine unterdurchschnittliche Kaufkraft erzielen, lautet eines der Ergebnisse der Studie.

Insgesamt 5694 Euro gibt jeder Bürger in Nordrhein-Westfalen jährlich im Einzelhandel aus, das ist 0,5 Prozent mehr als in bundesweiten Vergleich. In Ratingen sind es stolze 6541 Euro. In Meerbusch 7117, in Odental 6769 und in der Landeshauptstadt 6473 Euro.

Zu den zehn kauftraftschwächsten Städten zählen Emmerich, Hückelhoven, Bergkamen und Weeze. Kranenburg am Niederrhein hat die rote Laterne: Dort hat der Bürger nach CIMA-Angaben jährlich nur 4625 Euro jährlich für den Einzelhandel übrig.

Dr. Wolfgang Haensch, Leiter des CIMA-Büros NRW: "In vielen kleinen Gemeinden und Städten am Rande von Nordrhein-Westfalen ist man sich der Problematik noch gar nicht bewusst. Wenn geringe Einwohnergröße und niedriges Kaufkraftniveau aufeinandertreffen, ist der Spielraum für ansässige Händler und mögliche Neuansiedlungen gering."

Der Report zeige aber auch die Zukunftsperspektive für die einzelnen Kommunen in NRW unter Beachtung der erwarteten Bevölkerungsentwicklung auf. 49 von 267 der NRW-Kommunen mit mehr als 15 000 Einwohnern sind die "Gewinner": Überdurchschnittlich hohe Kaufkraft ist kombiniert mit einer vergleichsweise günstigen Bevölkerungsprognose. Ratingen, Düsseldorf, Meerbusch und Bonn gehörten zu diesen Städten.

(RP)
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