Oldtimer-Treffen in Heiligenhaus.

Treffen in Heiligenhaus : Glänzend polierte Oldtimer fahren vor

Mehr als 100 alte Schätzchen parkten gestern auf der Hauptstraße.

So viele staunende Augen auf einmal sieht man auf der Hauptstraße selten. Wenn aber das Oldtimertreffen die Hauptstraße zur Pilgerstätte für Liebhaber alter Schätzchen auf Rädern macht, dann bedeutet das nicht nur eine ganz besondere Entdeckungstour, sondern auch viel Nostalgie.

Der Stadtmarketing-Arbeitskreis „Handel“ hat gestern wieder gemeinsam mit Oldtimer-Liebhaber Volker Kiekert die Hauptstraße zum Edel-Parkplatz gemacht. Grundvoraussetzung für die Gefährte war dabei ein Mindestalter von 30 Jahren. Dank großer Netzwerke fanden wieder mehrere 100 glänzend polierte Autos den Weg in die Stadt. In den letzten Jahren habe man sich einen guten Ruf erarbeitet, die Wagenbesitzer kommen gerne in die Stadt, wichtig ist ihnen nur eine Sache – und die kann man so gar nicht planen: „Bei Regen fahren die Besitzer ihre Wagen ungern aus“, hatte Mitorganisator Kiekert schon im Vorfeld erklärt.

Glück gehabt: Denn gutes Ausflugswetter sorgte dafür, dass die Besitzer wenig Sorge vor Regen haben brauchten und die Besucher in Scharen flanieren, fotografieren und natürlich staunen, aber auch den örtlichen Handel beim verkaufsoffenen Sonntag besuchen konnten. Die Gefährte boten viel Anlass, um die Besucher in Erinnerungen schwelgen oder sie ins Träumen geraten zu lassen. Sei es die Erinnerung an das erste eigene Auto oder den Familienwagen der Eltern oder so manche Begebenheit, die sich in einem ähnlichen Modell abgespielt hat. Viel Zeit und Raum also für die sogenannten Benzingespräche, bei denen gefachsimpelt werden durfte.

Wie in den vergangenen Jahren moderierte Mit-Organisator Kiekert die Wagen auf dem Rathausplatz an. Zu entdecken waren dort und auf der gesperrten Hauptstraße übrigens nicht nur Modelle auf vier Rädern, auch Motorräder oder Roller wollten entdeckt werden.  Vertreten waren allerhand Marken und Baujahre, beginnend ab den 20er Jahren bis in die 80er hinein. Der Kirchplatz wurde dabei kurzfristig zu „Klein Amerika“, denn hier machten die alten Ami-Schlitten Station.

Der Termin gestern sei übrigens ganz passend gewählt, fand Kiekert. Zum Tag des offenen Denkmals sei die Veranstaltung auch ins Blickfeld der Initiative ‚Kulturgut Mobilität‘ geraten. Deren Ziel sei es, Oldtimer zum UNESCO Kulturerbe zu machen. Ein richtiger Schritt, findet Kiekert. Denn von der UNESCO heißt es, was die Kulturerbestätten eint, sei ihr außergewöhnlicher universeller Wert, ihre Bedeutung nicht nur für nationale oder lokale Gemeinschaften, sondern für die gesamte Menschheit.

Bereits zum Denkmal geworden ist die St. Suitbertus-Kirche. Sie öffnete nicht nur zum Pfarrfest der katholischen Gemeinde ihre Pforten, sondern lud Interessierte auch zum Blick hinter die Kulissen ein. Oder auch „darüber“, denn mit Rolf Hitzbleck aus dem Kirchenvorstand ging es ins Deckengewölbe.

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