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Heiligenhaus: Nicht nur für Film-Fans

Heiligenhaus : Nicht nur für Film-Fans

Das Stadtmarketing hatte wieder zum Open-Air-Kino eingeladen. Ein buntes Rahmenprogramm lud die rund 500 Besucher schon vor dem Hauptfilm zum Verweilen auf dem Rathausplatz ein. Nur das Wetter hätte weniger kühl und stürmisch sein können.

"Endlich mal Kino in Heiligenhaus, das ist etwas Besonderes." Özlem, Marija, Daniel und Sinan freuten sich, dass sie am Dienstag mal nicht in eine andere Stadt mussten, um gemeinsam einen Film auf großer Leinwand sehen zu können. Auch wenn die neun mal fünf Meter große, aufblasbare Leinwand nur vorübergehend in Heiligenhaus Station machte, stand für die vier jungen Heiligenhauser das Abendprogramm fest.

Bei gottlob trockenem, sogar sonnigem Wetter zog es auch viele andere Gäste schon vor der Filmvorführung auf den Rathausplatz. Der wurde am Dienstag bereits zum fünften Mal zum "FilmSchauPlatz", somit ist Heiligenhaus auch in diesem Jahr eine von dreizehn Städten, die von der Filmstiftung NRW ausgewählt wurden, um Teil der Open-Air-Reihe zu sein. Zu sehen gab es den zweiten Teil der Trilogie "Zurück in die Zukunft", ein Klassiker von 1989.

Der frappierenden Ähnlichkeit des hiesigen Rathauses mit der Fassade des Rathauses des Hauptspielortes ist es zu verdanken, dass Heiligenhaus die Filmstiftung NRW wieder überzeugen konnte. Im Juli 2008 war hier schon der erste Teil zu sehen. Betreut wird die Aktion vom Stadtmarketing-Arbeitskreis "Kultur und Gesellschaft", der wieder für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt hatte. Es wurde viel getanzt. Schon vor der Eröffnung wurde zur Musik der "Notenlosen" gefeiert. Bürgermeister Jan Heinisch eröffnete den Abend dann tanzend mit der neuen stellvertretenden Sprecherin des Arbeitskreises, Astrid Gausmann, die gemeinsam mit Sprecherin Ruth Ortlinghaus durch den Abend führte. Die Tanzgruppe "Achterrüm" zeigte, natürlich in zeitgemäßer Kleidung, Tänze aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Und ein prominentes Mitglied der Gruppe, FDP-Fraktionschef Reinhard Schulze-Neuhoff, fasste zusammen: "Heiligenhaus ist die Stadt der tanzenden Politiker."

Tanzstunden gab es auch für die Besucher, und zwar vom Tanzsportclub Niederberg und der Tanzschule Heigl, die das Publikum kurzerhand einluden, doch einfach mitzutanzen. Die Teilnehmer des Jugendcamps "Robin Hood im Paradies" zeigten atemberaubenden Breakdance und moderne Tänze, interpretiert von jungen Schotten.

Nach Einbruch der Dunkelheit ging es los mit Vor- und Hauptfilm. Leo Reichert ist mit seiner Freundin aus Wülfrath vorbeigekommen. "Ich habe alle drei Teile schon gesehen, aber an den Filmen kann ich mich nicht sattsehen. Vor allem nicht, wenn sie in einem Open-Air-Kino laufen und das vor einer solchen Kulisse." Das Rathaus habe ihn ziemlich verblüfft, gesteht er. Ein bisschen fühle er sich wie in "Hill Valley", dem Ort, wo der Film spielt. Der 26-Jährige ist sich sicher: "Wenn der dritte Teil gezeigt wird, komme ich wieder."

(RP)