Heiligenhaus: Heiligenhaus macht wieder Freiluft-Kino

Heiligenhaus: Heiligenhaus macht wieder Freiluft-Kino

Der Thormählen-Park ist in diesem Jahr einer von 19 besonderen Orten im Landesprogramm "Filmschauplätze NRW".

Um ausgefallene Ideen war man im Stadtmarketing selten verlegen - aber ein Einfall der vergangenen Jahre sticht nach wie vor besonders heraus: Es war der Freiluft-Kinoabend auf dem 2015 noch nicht eröffneten Teilstück der A 44, der nicht zuletzt den Veranstaltern der Reihe "Filmschauplätze NRW" in Erinnerung blieb: 1200 Filmfreunde sahen dort "Eyjafjallajökull - Der unaussprechliche Vulkanfilm". Das war Besucherrekord. Es war unter anderem dieses Projekt, das Stadtmarketing-Organisatorin Ruth Ortlinghaus vor drei Jahren den Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement einbrachte. "Durch die Gründung und Belebung des Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft hat sie unermüdlich das Profil ihrer Stadt bekannter gemacht", hieß es in der Laudatio.

Heljensbad und Steinbeck-Park waren weitere Heiligenhauser Kino-Orte. Bei der 21. Auflage der "Filmschauplätze NRW ist Heiligenbaus wieder dabei. Diesmal wird die Leinwand mitten in der Innenstadt stehen - im neuen Thormählen-Park. Dort ist am Freitag, 20. Juli, Wes Andersons Film "Grand Budapest Hotel" zu sehen. Und wieder steckt Ruth Ortlinghaus mitten in den Vorbereitungen. Etwas Stolz schwingt mit: "Wir sind die einzige Stadt, die inzwischen zum elften Mal beteiligt ist, mit nur einer Unterbrechung." Der Thormählen-Park eigne sich besondere gut als Spielort. Man habe dort bereits Erfahrungen mit einer Musical-Produktion gesammelt. Für den diesjährigen Filmschauplatz verspricht Ortlinghaus schon jetzt "ab 19 Uhr ein großes Vorprogramm mit Musik, Tanz Show und edlen Getränken". Details sind noch in Arbeit. Und ein weiterer Filmschauplatz liegt diesmal im Kreis Mettmann: Der Haaner Sommerstrand wird am Montag, 23. Juli, zum Schauplatz für die romantische Komödie "The Big Sick".

Das Konzept der Filmschauplätze NRW 2018: 19 Orte, 19 Filme unter freiem Himmel. Die Open Air-Kino-Tour führt durch ganz NRW - vom 19. Juli bis 28. August. Elf Open-Air-Kinoschauplätze feiern diesmal Premiere. Start ist in den Flottmannhallen in Herne mit Aki Kaurismäkis Tragikomödie "Die andere Seite der Hoffnung".

Nach dem Jubiläumsjahr 2017 - da wurden die "Filmschauplätze" 20 Jahre alt - mit 9000 Besuchern geht die Reihe wieder auf Tournee durch ganz NRW. Gemeinsam mit lokalen Partnern lädt die Film- und Medienstiftung NRW ein. Es gilt wieder, 19 besondere Orte im Land zu entdecken, es wird jeweils ein speziell ausgewählter Spielfilm gezeigt. Bei jeder Vorstellung wird ein Kurzfilm von Filmemachern aus NRW präsentiert.

"Die Filmschauplätze NRW stehen für eine ganz besondere Kinoerfahrung, gerade in den kleineren Städten Nordrhein-Westfalens. Und wir sind sicher, dass die ausgewählten Orte und Filme den Open Air-Kinofans wunderschöne Kinoabende bescheren werden", sagt Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. "Ich danke allen Städten und Partnern vor Ort, denn nur durch ihr besonderes Engagement werden die Filmschauplätze schon zum 21. Mal Wirklichkeit. Allen Besuchern wünsche ich neue filmische und geografische Entdeckungen in NRW."

Anna Fantl von der Film- und Medienstiftung NRW organisiert die Filmschauplätze seit dem ersten Jahr: "Auch im 21. Jahr finden wir in NRW weiterhin ganz neue und besondere Schauplätze. Von der mittelalterlichen Burg bis zum modernen Sportpark spiegelt die Vielfalt der Orte die Vielfalt dieses Flächenlandes. Industriedenkmäler, Klöster und Burgen, Parks, Wassermühlen und innerstädtische Plätze werden in diesem Jahr zu Filmschauplätzen, bei denen Film, Ort und Rahmenprogramm sich wieder ergänzen." Mitte Juni werde es das komplette Film- und Rahmenprogramm geben.

Dann geht auch die Website der Filmschauplätze 2018 online unter www.filmschauplaetze.de.

(RP)