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Hösel: Mit dem Rad durchs Land

Hösel : Mit dem Rad durchs Land

Seit zehn Jahren organisieren Wolfgang Steinborn und sein Mitstreiter Diddi Kozian Radtouren durch Deutschland. Die beiden gehen regelmäßig mit ihrer Ortsgruppe der International Police Association (IPA) auf große Fahrt.

"Raus aus dem Alltag und rein ins Abenteuer", lautet die Devise von Wolfgang Steinborn, wenn er sich auf seinen Drahtesel schwingt. Der pensionierte Polizeibeamte ist passionierter Radfahrer. Das war auch der Grund, warum Steinborn und sein Freund Diddi Kozian vor zehn Jahren eine Radgruppe innerhalb der International Police Association (IPA), Sektion Mettmann, ins Leben gerufen haben. 25 Radsportbegeisterte machten sich damals auf ins Weserbergland – und waren sofort begeistert. "Es sind immer noch die meisten mit von der Partie. Das zeigt, wie groß das Interesse am Radeln ist", berichten die beiden stolz.

60 Kilometer am Tag

Trotz körperlicher und mentaler Belastung, die bei Strecken von rund 60 Kilometern pro Tag und 600 pro gesamter Tour auf den Radlern laste, "ist eine echte Gemeinschaft entstanden", freut sich Steinborn, der außerdem im Turnverein Hösel aktiv ist. Das gemeinsame Ziel – Toleranz und Respekt – steht bei den Radlern an erster Stelle. Daher war jede Tour – ob nach Ostfriesland oder in die Lüneburger Heide – "immer ein großes Erlebnis", schwärmt Steinborn.

Jedes Jahr haben der 73-Jährige und sein Mitstreiter Diddi Kozian neben zahlreichen kleineren Touren eine große Fahrt, die in der Regel zwischen zwölf und 14 Tagen dauerte, organisiert. Besonders aufwändig war die Planung der diesjährigen Berlin-Reise, die aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Radgruppe etwas ganz Besonderes werden sollte und auch wurde. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Steinborn mit der Unterstützung von "Radkollege" Wolfgang Cammerer mit der Planung des Tourenprogramm-Heftes begonnen.

Es hat sich gelohnt. "Berlin war ein Erlebnis", fand Diddi Kozian. In Tagestouren haben 25 Radfreunde Berlin und das Umland mit den zahlreichen Seen wie dem Großen Müggelsee erkundet. Kultureller Höhepunkt war auch der Besuch der Villa Lassen, in der Gerhart Hauptmann gelebt hatte. Nach der gelungenen Berlin-Reise wird Steinborn kürzer treten: "Das war die letzte große Tour, die ich organisiert habe. Alles muss einmal ausklingen", so der 73-Jährige.

(RP)