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Ratingen: Eine Disko zum Anfassen

Ratingen : Eine Disko zum Anfassen

Für heute Nachmittag lädt "Nightlife"-Chef Christoph Steinert zu einem Tag der offenen Tür ein. Interessierte, aber besonders Anwohner, sollen sich umgucken und mit dem Betreiber ins Gespräch kommen.

"Willkommen in der neuen Diskothek" so heißt es am heutigen Donnerstag, 26. August, im ehemaligen "Moonlight" am Düsseldorfer Platz. Wie berichtet, eröffnet Christoph Steinert den Tanzschuppen am Freitag, 21 Uhr. Damit hat Ratingen nach vielen Jahren mit kurzen und meist wenig schönen Unterbrechungen wieder eine Disko. Steinert verspricht mit Blick aufs neue Image: Alles soll im "Nightlife", so der neue Name, besser sein als je zuvor. Seine Hauptsorge gilt den Nachbarn: Die hatten in der Vergangenheit einiges erdulden müssen.

Steinert setzt auf Transparenz und lädt daher für morgen, 16 bis 18 Uhr, alle Interessierten ein, sich den umgebauten Tanztempel mal ohne dröhnende Bässe anzuschauen und auch mal mit den Betreibern ins Gespräch zu kommen. Neben der eigentlichen Disko kann man sich auch den Bistro-/Restaurant-Bereich anschauen: Der soll ebenfalls bis zum frühen Morgen betrieben werden. Steinert kennt die Räume, das Publikum und das Drumherum wie kein Anderer: Er legte einst im "Moonlight" als DJ auf. Jetzt ist er als Geschäftsführer der Bierklinik GmbH wieder zurück. In Dinslaken betreibt er seit längerer Zeit eine Disko: Sie "laufe", sagt Steinert, aber es könnte besser sein. Die Konjunktur halt.

In Ratingen dagegen, da ist er sich sicher, gebe es einen "Markt": Denn für junge Erwachsene gebe es so gut wie kein Angebot. Er kennt auch die vielen Versprechungen und wenigen Bemühungen der Stadt und der Politik, in die Dumeklemmerstadt einen Disko-Betreiber zu bekommen.

Investition in den Umbau

Etwa 100 000 Euro habe er in den Um- und Ausbau des "Nightlife" investiert. Geldgeber sei die Sparkasse HRV, die sehr genau geprüft habe, worauf sie sich einlasse: Gutachten, Prognosen – alles sei positiv ausgefallen. Entsprechend optimistisch schaut Steinert in die Zukunft: Die "Moonlight"-Zeiten seien sehr schön gewesen, keine Frage, doch nun gebe es ein anderes Konzept.

Dazu zählt, dass der Einlass erst ab 18 Jahre gestattet ist – die Disko ist ein Raucherclub. Die Sicherheit steht ganz oben an: Dafür sollen zwölf Mitarbeiter einer Security-Firma sorgen. Allesamt seien sie sehr erfahren, so Steinert. Sie sollen im Parkhaus, vor dem Eingang auf dem Düsseldorfer Platz und natürlich in den Räumen selbst für Ordnung sorgen. Und wenn es doch mal Ärger gibt: "Ich bin für die Anwohner bis zum frühen Morgen erreichbar." Die vorgeschriebenen Limiter (Begrenzer) halten die Lautstärken der Musik im Zaum. In der Vergangenheit habe es Belästigungen der Anwohner gegeben, weil in Räumen Musik gemacht worden sei, die dafür nicht zugelassen waren, sagte Steineret. So etwas werde nicht wieder vorkommen.

Das "Nightlife" soll ein "Treffpunkt sein, in dem man sich gerne aufhält". Musikmäßig sollen "die Charts rauf und runter gespielt" werden. Es werde Ü-30-Partys, Abi-Feten und auch Hochzeitsfeiern geben.

"Um angemessene, gepflegte Garderobe wird gebeten" – heißt es. Im Klartext: Jeans sind erlaubt, aber in Jogginghosen aus Ballonseide bleibt man draußen.

Etwa im November oder Dezember will Steinert auch den Billard-bereich wieder eröffnen: unter anderem mit zehn Clubmastertischen. Dieser Teil soll täglich geöffnet werden. KOMMENTAR

(RP)